Schurter/Stirnemann gewinnen die 14. Absa Cape Epic!

vor 5 Jahren von Traildevil
Val de Vie-Paarl/Südafrika – "Das war eine Scott Epic", meinte ein mehr als zufriedener Nino Schurter im Ziel des Grand Final, der Endetappe beim 14. Absa Cape Epic. Mit den Scott Young Guns, Andri Frischknecht und Michiel van der Heijden, holte sich das zweite Scott-Team den Etappensieg. Olympiasieger und Weltmeister Schurter gewann mit seinem Schweizer Partner Matthias Stirnemann zum ersten Mal in seiner Karriere das Epic. Damit ist dem Scott Sram Racing Team eine steile Lernkurve zu bescheinigen, denn eigentlich wollten die Teams nur lernen, "um dann 2018 richtig zuzuschlagen", so Schurter. Doch als sich Mitte der harten Rennwoche abzeichnete, dass Schurter/Stirnemann ganz nach vorne fahren können, gaben die Scotts zu viert Gas.


by Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS

Sieben Minuten Vorsprung hatte die Zeitnahme nach sechs Etappen und einem Prolog verzeichnet. Im Ziel standen dann 8 Minuten zwischen Scott und den Verfolgern Investec Songo Specialized. Christoph Sauser, fünffacher Gewinner des härtesten Bike-Etappenrennens der Welt, war extra aus seinem "Ruhestand" zurückgekehrt, um mit dem ehemaligen Weltmeister Jaroslav Kulhavy den 6. Gesamtsieg anzupeilen. "Wir hatten zuviel Platten, das hat uns zurückgeworfen, und dann so starke Scott-Teams, da war nichts zu machen", so Sauser. Schurter und Stirnemann waren noch auch auf der Hut in der Finaletappe mit 85 Kilometern und 1350 Höhenmetern, die wie immer mit Vollgas gefahren wurde.


by Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS 

"Wir wollten sauber ins Finish kommen, keinen Unsinn machen und bei den Specialized-Jungs bleiben", so ein sehr erleichterter und glücklicher Stirnemann. "Es kann immer etwas passieren und wenn Susi und Jaro  attackieren, hätte das eng werden können. Aber gleich nach dem Start merkten wir, dass Christoph nicht so gut drauf ist. Da haben wir uns entspannt und versuchten, ohne Defekt durchzukommen. Ich kanns noch gar nicht glauben, dass ich das Cape Epic gewonnen habe."Nach einer Bronze-, Silber- und Goldmedaille und der Weltmeisterschaft 2016 hat Nino Schurter nun seine Trophäensammlung mit einem unerwartet frühen Epic-Sieg vervollständigt. Der erfahrene Mountainbiker lobte sein junges Backup-Team in den höchsten Tönen. "Die Youngsters waren unglaublich. Beim ersten Epic anzutreten und dann so stark zu fahren ist super. Michiel und Andri sind wirklich speziell und wir hatten diese Woche einen super guten Teamspirit dadurch. Die Jungs sind fehlerlos gefahren", so Schurter.


by Mark Sampson/Cape Epic/SPORTZPICS

Ein Jahr nach ihrer Herzoperation war Jennie Stenerhag tränenüberströmt im Ziel des Absa Cape Epic. Gemeinsam mit der Schweizerin Esther Süß (Meerendal CBC) gewann die in Südafrika lebende Schwedin die Gesamtwertung der Frauen vor Mariske Strauss und Annie Last (Hansgrohe Cadence OMX Pro) und der Deutschen Sabine Spitz mit der südafrikanischen Meisterin Robyn de Groot (Ascendis Health). 2016 hatte Stenerhag das Epic wegen Herzproblemen frühzeitig beenden müssen, nun stand sie ganz oben auf dem Podium. "Wir fuhren immer konstant und machten keine Fehler. Ich bin einfach nur glücklich, das Epic gewonnen zu haben", freute sich Süss, die Marathon-Weltmeisterin von 2010. "Wir hatten viel Pech, aber selber schuld, wenn man nicht auf dem Fahrrad bleiben kann", meinte selbstironisch eine dennoch zufriedene Sabine Spitz im Ziel. Kommentare

Traildevil

vor 5 Jahren 3/26/2017

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Hansueli Spitznagel