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Audi Nines MTB 2018: Mountainbiker kehren erfolgreich vom Mond zurück!

Sam Pilgrim wird „Ruler of the Week“ und gewinnt „Beste Slopestyle-Line” • Sam Reynolds (GBR) mit „Bester Freeride-Linie“ • Adolf Silva (ESP) und Dawid Godziek (POL) holen die „Best Trick“-Awards






Mission erfüllt: Die Audi Nines MTB 2018 sind ihrem Motto „Send it to the Moon“ voll gerecht geworden und nach einer aufregenden Woche voller hochklassiger Mountainbike-Action wieder sicher auf der Erde gelandet. In einem Steinbruch bei Birkenfeld in der Bike Region Hunsrück-Hochwald trafen sich die weltbesten Freeride- und Slopestyle-Mountainbiker, um sich in einem neuartigen videobasierten Wettkampfformat miteinander zu messen. Sie hatten eine Woche Zeit, um auf den gewaltigen Hindernissen ihre besten Tricks und Runs zu zeigen und diese auf Video zu bannen. 



Bei der Award-Gala am Donnerstagabend, 13. September, feierten die 27 Teilnehmer die erfolgreiche Premiere der Audi Nines MTB 2018 in Deutschland und krönten anhand der Videoaufnahmen die besten Athleten der Woche. Sie wählten die britische Mountainbike-Legende Sam Pilgrim zum „Ruler of the Week“ und zum Sieger in der Kategorie „Beste Slopestyle-Linie“.



„Die Audi Nines sind für mich der beste Event des Jahres,” schwärmte Pilgrim. „Wir hatten sechs Tage Zeit, auf höchstem Niveau unsere Leistung zu bringen. Es bedeutet mir besonders viel, zwei der Kategorien gewonnen zu haben, weil es andere Mountainbike-Profis waren, die für mich gestimmt haben. Das freut mich total.“  



Pilgrims Landsmann Sam Reynolds erhielt den Preis in der Kategorie „Beste Freeride-Linie“. Den zweiten Platz holte sich hier Nico Scholze aus Filderstadt (GER). Adolf Silva (ESP) gewann den „Besten Freeride-Trick“ für seine unglaubliche Cali Roll. Dabei ließ er in der Luft sein Fahrrad los und drehte sich um 360 Grad. Er stand diesen Trick als erster Fahrer der Welt auf einem Downhill-Mountainbike. Auch hier ging Platz zwei an Nico Scholze für seinen Backflip Heelclicker to Superman.



Den „Besten Slopestyle-Trick“ sicherte sich Dawid Godziek (POL) mit seinem Quadruple Tailwhip, ebenfalls ein weltweit erstmals gelungener Trick. Dabei drehte er sein Fahrrad in der Luft viermal um die Lenkerachse. Den Titel für den „Besten Style“ gewann Lukas Schäfer aus Limburg (GER).



Die Audi Nines MTB 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem Bikepark Idarkopf durchgeführt, der 2019 in der Nähe von Birkenfeld eröffnet werden soll. Nach der Bekanntgabe des Austragungsorts war die Neugierde groß, wie sich der Steinbruch als Schauplatz eines der renommiertesten Mountainbike-Events der Welt bewähren würde. Die letzte Woche hat gezeigt, dass das erfahrene Streckenbau-Team um Clemens Kaudela (AUT) und Sam Reynolds hier einen herausragenden Parcours kreieren konnte, in dem das Weltklasse-Teilnehmerfeld Top-Leistungen bringen und Werbung für den Mountainbike-Sport machen konnte.
 


„Die Location hat uns erst ein wenig Sorge bereitet“, gibt Reynolds zu. „Wir waren nicht ganz sicher, ob die Bilder an die vorherigen Events in den Alpen mit ihrem weiten Bergpanorama heranreichen würden. Aber sobald uns die Assoziation mit einer Mondlandschaft in den Sinn gekommen war, bekam das Ganze sofort einen eigenen Charakter. Das war der ungewöhnlichste Ort, an dem ich je gefahren bin. Durch die Satellitenschüssel und die anderen Spezialelemente kam man sich vor wie in einem Computerspiel!“

Fotos: Florian Breitenberger / Klaus Polzer 

Audi Nines MTB 2018: Dawid Godziek mit Trick-Weltpremiere!

Der Pole landet den ersten Quadruple Tailwhip auf einem Mountainbike



Dem polnischen Mountainbiker Dawid Godziek ist gestern eine Weltpremiere gelungen: Bei den Audi Nines MTB 2018 in Birkenfeld stand er den ersten Quadruple Tailwhip aller Zeiten. Diesen Trick, bei dem der Fahrer in der Luft sein Fahrrad viermal um den Lenker wirbelt,  hatte zuvor noch kein anderer Mountainbiker gelandet.


„Ich hatte den Triple Tailwhip ziemlich locker gestanden. Daher beschloss ich, noch einen draufzusetzen“, erklärte der 24-jährige Mountainbike-Profi aus Suszec im Süden Polens. „Vor diesem Event hatte ich diesen Trick noch nie in Erwägung gezogen, aber der Kicker hier bei den Audi Nines eignet sich perfekt dafür. Er ist riesig, so dass man extrem lange in der Luft ist.“



Godziek stand den Trick im fünften Versuch auf dem Progression Big Air Jump. Dieser Sprung war extra dafür gebaut worden, damit die Fahrer neue Tricks probieren und ihr Können auf das nächste Level heben können. Der gewaltige Kicker hat einen fünf Meter hohen Absprung und schießt die Fahrer über zehn Meter hoch in die Luft – nicht umsonst heißt das Motto des Events „Send it to the Moon!“

„Das Besondere an dem Event ist, dass wir keinen Druck haben, unseren Run in drei oder vier Versuchen herunterbringen zu müssen“, sagte Godziek. „Wir haben mehrere Tage Zeit, unsere beste Leistung abzuliefern. Das ist echt cool.“ Der Pole fügte hinzu: „Es ist ein ziemlich schwieriger und großer Kurs, was neu für mich ist. Aber ich konnte endlich etwas Großes stehen, darüber freue ich mich sehr!“ 



Die Audi Nines MTB sind ein Medien-Event für eingeladene Mountainbike-Profis. Sie werden dieses Jahr zum ersten Mal in einem Steinbruch inmitten der Bikeregion Hunsrück-Hochwald in Rheinland-Pfalz abhalten und vom nahegelegenen Bikepark Idarkopf unterstützt. Der Event hat viele der weltbesten Mountainbiker in die spektakuläre Mondlandschaft des Steinbruchs gelockt, um sich in einem innovativen Videowettbewerb zu messen. Die Fahrer haben eine Woche Zeit, um ihre besten Tricks und Läufe vor laufenden Kameras zu stehen. Neben dem bereits erwähnten Big Air umfasst das Set-up auch eine Freeride- und eine Slopestyle-Bike-Line mit riesigen Drops, Sprüngen und Spezialelementen.

Foto: Florian Breitenberger 

Zermatt eröffnet den längsten Mountainbike-Flowtrail der Schweiz

Nach einer dreijährigen Planungs- und Bauphase wird am 16. September 2018 der Sunnegga-Trail in Zermatt eröffnet. Mit seiner Bau länge aber auch mit seiner Beschaffenheit stellt er neue Rekorde auf.

Ein breitensporttaugliches Mountainbike-Erlebnis: Das verspricht der neue Sunnegga-Trail in Zermatt, der am 16. September 2018 eröffnet wird. "Mit einer Bau länge von 5.8 Kilometern ist er der längste durchgehend neu gebaute Flowtrail der Schweiz", sagt Adrian Greiner, Geschäftsführer von Bike Plan – jener Firma, die schweizweit tätig ist und den Trail geplant und die Ausführung fachlich begleitet hat.



Flüssiges Fahren

Als Flowtrails bezeichnet man Mountainbike Anlagen, die man auf der gesamten Strecke flüssig befahren kann. Sie zeichnen sich vor allem durch eine ebene Oberfläche und durch das Fehlen von fahrtechnisch anspruchsvollen Elementen wie engen Spitzkehren oder groben Steinen und Wurzeln aus. Dadurch eignet sich ein Flowtrail auch für ungeübte Mountainbiker und für Fahrer von E-Bikes oder Mountainbikes mit wenig Federung.



Trotzdem spannend

Eine Herausforderung sei es gewesen, den Trail zum einen einfach für Familien und Kinder, zum anderen aber trotzdem spannend für geübte Mountainbiker zu gestalten. "Dieser Spagat ist uns sehr gut gelungen", sagt Adrian Greiner. Teil der Planung sei auch das Abstimmen verschiedener Interessen gewesen. "Wir haben uns intensiv mit Interessengruppen wie beispielweise Umweltverbänden, der Wildhut oder der Landwirtschaft ausgetauscht und eine gute gemeinsame Lösung gefunden, hinter der wir alle stehen können", so Greiner. Der Trail wurde zu 100 Prozent neu gebaut und dient der Entlastung der umliegenden Freizeitwege.



Schweizweite Innovation

Während eineinhalb Sommersaisons haben 23 Trailbauer des Werkhofs Zermatt – eines der grössten Trailbauerteams in der Schweiz – am Sunnegga-Trail gebaut. Dem ging eine eineinhalb-jährige Planungsphase voraus. Die Route startet auf Sunnegga auf 2'288 m ü. M. und endet 500 Höhenmeter tiefer etwas oberhalb von Zermatt. "Eine so einfache Strecke in einem so anspruchsvollen Gelände ist eine schweizweite Innovation", weiss Greiner. Für das Befahren braucht man je nach Fahrkönnen zwischen 30 Minuten und eineinhalb Stunden. Einzelne Teilstücke sind bereits seit anfangs Sommersaison offen.



Eröffnungsfeier

An die Eröffnungsfeier am 16. September 2018 ist jedermann herzlich eingeladen. Sie startet um 10:00 Uhr im Festzelt Obere Matten in Zermatt mit Informationen zum Projekt. Danach fahren die Teilnehmer gemeinsam mit der Bahn nach Sunnegga, wo der Trail offiziell zusammen mit Gary Fisher eröffnet wird. Gary Fisher gilt als einer der Erfinder des Mountainbikes und setzt sich noch immer stark für die nachhaltige Entwicklung des Sports ein. Schon letztes Jahr besuchte er die Sunneggabaustelle und war fasziniert von der Qualität des Baus. Nach der Eröffnung folgt eine geführte Abfahrt auf dem eigenen Mountainbike nach Zermatt, wo ein kleiner Apéro die Eröffnungsfeier abschliesst.

Nächste Projekte

Der Sunnegga-Trail ist eines von vielen Projekten, um den Mountainbike Tourismus in der Destination Zermatt – Matterhorn nachhaltig zu fördern. Bereits jetzt ist ein weiterer Trail im Bau; der Flowtrail zwischen Riffelberg und Schweigmatte wird voraussichtlich Ende Sommer 2019 eröffnet. Auch zwischen Blauherd und Sunnegga dürfen sich Mountainbiker in naher Zukunft auf einige neue Streckenkilometer freuen.

Fotos: 
© Pascal Gertschen

Erste Eindrücke von den Audi Nines MTB 2018: Die GoPro Course Preview!

Die weltbesten Mountainbiker, ein eindrucksvoller Veranstaltungsort und Hindernisse, wie man sie nie zuvor gesehen hat: Mit der GoPro Course Preview präsentieren die Audi Nines MTB 2018 einen ersten Vorgeschmack auf eine Woche voller Action!





Die Audi Nines MTB 2018 haben in Zusammenarbeit mit dem Bikepark Idarkopf einen Steinbruch bei Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) in ein wahres Paradies für Mountainbike-Profis verwandelt. An diesem ungewöhnlichen Schauplatz inmitten der Bikeregion Hunsrück-Hochwald zeigen internationale Top-Mountainbiker ihr Können auf zwei ineinander verwobenen Kursen, einer Slopestyle-Bike- und einer Freeride-Bike-Linie. Dazu kommen ein Big-Air-Bereich und mehrere Spezialelemente, die diesen Parcours zu einer einzigartigen Bühne für die Athleten machen.



Die Kursbauer und Mountainbike-Profis Sam Reynolds (GBR) und Clemens Kaudela (AUT) haben einen Monat lang hart gearbeitet, um den Steinbruch in einen außergewöhnlichen Bikepark zu verwandeln. Sie sind daher genau die Richtigen, um in der GoPro Course Preview die Freeride-Linie vorzuführen. Sie beginnt mit einem heftigen 6-Meter-Drop und führt dann zu einer 18-Meter-Hip. Sam Pilgrim (GBR) präsentiert die Slopestyle-Linie mit ihrem imponierenden Skydrop und der kreativen Satellitenschüssel. Dann vergnügt er sich im Big-Air-Bereich, in dem die Fahrer ihre Tricks auf ein neues Niveau heben können.
 


Im Laufe der Woche werden Top-Fahrer wie Nicholi Rogatkin (USA), Emil Johansson (SWE) und Brendan Fairclough (GBR) sowie einheimische Stars wie Amir Kabbani (GER) und Patrick Schweika (GER) die kreativen Möglichkeiten dieses vielseitigen Setups erforschen und viele weitere aufregende Aufnahmen aus dem Steinbruch liefern. Noch bis Donnerstag haben sie Zeit, um ihre besten Tricks vor laufenden Kameras zu landen. Dieses Videomaterial liefert die Grundlage für die Entscheidungen in den Kategorien „Beste Slopestyle-Bike-Line“, „Beste Freeride-Bike-Line“, „Bester Slopestyle-Bike-Trick“, „Bester Freeride-Bike-Trick“ und „Ruler of the Week“. Weitere Highlight-Clips folgen daher bald. Auch auf den sozialen Medien findet man unter dem Hashtag #AudiNines ständig neue Bilder und Clips.

UCI Mountainbike Downhill WM in Lenzerheide: Regenbogenfarben für Österreich, Großbrittanien und Frankreich

Die 2018 UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide sind mit einem Downhill-Spektakel zu Ende gegangen. Bei bestem Wetter unter strahlend blauen Himmel gab es an diesem Tag 12 strahlende Medaillengewinner. Die sehr gut besuchte Downhill-Strecke ließ bereits bei den Junioren auf eine Rekordzahl an Zuschauern hoffen. Insgesamt besuchten rekordverdächtige 65.000 Zuschauer die 5-tagelangen Festspiele unterhalb des Parparner Rothorns am Ufer des malerischen Heidsees, 20.000 davon ließen sich die Downhill-Entscheidung am Sonntag nicht entgehen.



Die Wettkämpfe wurde durch die Junioren eröffnet. Bei den Mädels machte Vali Höll die schon davor perfekte UCI Weltcup Saison noch perfekter und sammelte auch noch die Regenbogenfarben ein. Die junge Österreicherin wurde mit 10 Sekunden Vorsprung Weltmeisterin vor einer starken Anna Newkirk aus den USA und Mille Johnset, die die erste Medaille für Norwegen bei dieser WM sicherte. Bei den Junior Men bestätigte Kade Edwards (GBR) seinen starken Run aus dem Qualifying und rehabilitierte sich für eine eher schwierige Saison. Der Brite konnte sich mit rund 5 Sekunden Vorsprung auf Platz 1 vor dem Kanadier Elliot Jamieson, der bis dahin überraschend führte, positionieren. Als die eigentlichen Top-Favoriten um Thibault Daprela (FRA) allesamt Fehler in ihren Runs machten, stand Edwards als Weltmeister fest. Die Medaillenränge wurden durch den Australier Kye A’hern (AUS) und Elliot Jamieson, die Silber und Bronze für ihre Nationen sicherten, komplettiert.

Valentina Höll (AUT):

„Ich war ehrlich gesagt noch nie in meinem Leben so nervös. Ich habe mir selbst viel Druck gemacht. Nach einer perfekten Weltcup Saison habe ich immer wieder auf Fehler gewartet. Aber sie passierten nicht und ich bin super Happy. Als die Saison in Kroatien losging habe ich auf Podien gehofft und jetzt sitze ich hier!“ 



Kade Edwards (GBR):

„Ich hatte eine guten Run, habe einfach Vollgas bis zum Schluss gegeben. Ich habe schon die ganze Saison auf so einen Run gewartet. Ich habe diese Saison einfach zu viele Fehler gemacht. Ich mochte die Strecke in diesem Jahr mit der neuen Sektion und am Ende ist es wirklich gut gelaufen.“



Rachel Atherton zerstört die STRAIGHTline und die Konkurrenz

Zur Freude der vielen einheimischen Fans zeigte EWS-Pro Caro Gehrig (SUI), die erst in letzter Sekunde vom Schweizer Team nachnominiert wurde, die erste schnelle Zeit des Tages und setzte sich ganz oben auf den Hot-Seat vor Teamkollegin Eva Batolla. Als dann fünf Athletinnen später auch noch Eidgenossin Janine Hübscher mit neuer Bestzeit ins Ziel raste, standen zwischenzeitlich sogar drei Lokalmatadorinnen auf dem Podest. Mit den Top 10 Athletinnen am Start sollten jedoch einige schnelle Zeiten folgen. EWS-Königin Cecile Ravanel, die für Frankereich an den Start ging, zählte eigentlich zu den potentiellen Medaillenkandidatinnen. Doch dieser Traum platzte, so wie ihr Vorderreifen. Das französische Team hatte aber noch einige Eisen im Feuer. 



Angestachelt durch die heimischen Fans schoss Emilie Siegenthaler (SUI) mit neuer Bestzeit ins Ziel, was das Publikum nochmals laut werden ließ. Die Freude der Fans im Zielbereich währte jedoch nur kurz. Nachdem sowohl Katy Curd (GBR) als auch Eleonora Farina (ITA) die Zeit von Siegenthaler nicht unterbieten konnten, war es Marine Cabirou (FRA), die die Bestzeit um 4,5 Sekunden verbesserte. Nun richteten sich alle Augen auf die besten fünf Frauen des Jahres. Bevor es zum erwarteten britischen Showdown zwischen Tahnée Seagrave und Rachel Atherton kam, war es die UCI Weltcup-Gesamtsiegerin von 2017 Myriam Nicole, die für ihr französisches Team den nächsten schnellen Run ins Tal brachte und die neue Richtzeit für den Titel setzte. Sollte es nach ihrer langwierigen Rückenverletzung doch zu einem goldenen Abschluss ihrer Saison kommen? 




Zunächst stürzte sich die Australierin Tracey Hannah (AUS) aus dem Startgate in der Hoffnung, Nicole noch von Platz eins zu verdrängen. Hannah versuchte alles, konnte aber nicht wirklich die Geschwindigkeit der führenden Französin erreichen und fiel sogar noch hinter Cabirou zurück. Nur noch zwei Fahrerinnen standen jetzt noch oben und zunächst legte Tahnée Seagrave los – und zwar wie die Feuerwehr. Nach einem, vor allem im Graubünden Rock Garden, starken ersten Abschnitt, begann ihr die Führung zu entgleiten. Doch die Britin drückte nochmal mächtig aufs Gas, erwischte die Schlusskurve vor dem Red Bull Drop of Fame perfekt und war dann umringt von tosenden Zuschauern 0,6 Sekunden schneller über die Ziellinie.



Doch so gut der Run auch aussah, sollte sich herausstellen, dass die STRAIGHTline noch deutlich schneller überwunden werden konnte. Rachel Atherton kam aus dem Startgate und schien alle Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen. Mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit und mit kluger Linienwahl manövrierte sich die bis dahin viermalige Weltmeisterin ins Tal hinab. Nachdem sie bei der ersten Zwischenzeit bereits 3 Sekunden schneller war, konnten es viele Zuschauer gar nicht fassen, als beim dritten Split gleich 8 Sekunden aufleuchteten. Als die 30-Jährige in die Bike Arena hinein droppte wurde sie von den tausenden Fans mit lautem Jubel begrüßt. Mit 9,8 Sekunden Vorsprung sicherte sich Atherton nicht nur ihre fünfte WM Gold Medaille sondern nahm auch hochverdient das UCI Regenbogen-Trikot in Empfang.

Rachel Atherton (GBR):

„Ich war in dieser Woche super nervös. Nachdem ich im Training gesehen habe, wie schnell Tahnée und Myriam unterwegs waren, wusste ich, dass es ein extrem schnelles Rennen wird. Ich war wirklich beeindruckt wie stark die beiden gefahren sind. Ich musste alles aus mir rausholen, alles oder nichts. Man kann entweder gewinnen oder stürzen, dazwischen gibt es nichts. Das ist aber auch ok, es geht ja schließlich um den Weltmeistertitel. Ich war hart am Limit, aber zum Glück hat ja alles gut geklappt.“



Downhill-Drama bei den Männern – Maes begeistert erneut, Bruni verteidigt Titel 

Die Männer im Downhill boten den 20.000 Zuschauern entlang der Strecke und im Zielbereich ein unglaublich spannendes Rennen. Die erste ernstzunehmende Richtzeit legte Altmeister Greg Minnaar (RSA) hin. Aufgrund eines gebrochenen Armes im Laufe der Saison fand er sich in der für ihn ungewöhnlichen Situation wieder, früh ins Rennen starten zu müssen. Doch Minnaar selbst schien von seinem Lauf nicht wirklich überzeugt, obwohl er mit 2:57.788min als erster Fahrer die Drei-Minuten-Marke durchbrach. Wie lange würde er sich auf dem goldenen Rang halten können? 



Fahrer um Fahrer erreichte das Ziel und biss sich an der Zeit des Südafrikaners die Zähne aus. Die Strecke begann immer stärker auszutrocknen und rutschiger zu werden. 27 Athleten schafften es nicht Minnaar gefährlich zu werden. Der 28. jedoch schon. EWS-Spezialist Martin Maes (BEL), der bereits in La Bresse bei nassen Bedingungen die Downhill-Welt mit seinem Sieg im Weltcup schockte, zeigte auf der staubigen STRAIGHTline eine grandiose Leistung. Jeden Sektor schloss er als bis dahin Tagesbester ab, verdrängte Minnaar um 2,4 Sekunden auf Platz Zwei und machte es sich wieder im Downhill-Hot-Seat bequem. Etablierte Downhiller wie Dean Lucas (AUS), Remi Thierion (FRA), Jack Moir (AUS), Mark Wallace (CAN) und Connor Fearon (AUS) scheiterten alle beim Versuch, den Belgier vom Thron zu stoßen. Erst bei Aaron Gwin (USA), der sich als Neuntletzter auf die Strecke machte,  leuchteten die Zwischenzeiten wieder grün. Der fünffache UCI Weltcup Gesamtsieger war nach den ersten beiden Splits 0,4 Sekunden in Front, bevor ihm bei der Anfahrt zum Motorex Plunge ein entscheidender Fehler passierte. Die verlorene Zeit und Geschwindigkeit konnte er nicht wieder wettmachen und mit 1,1 Sekunden Rückstand überquerte er auf dem zweiten Rang die Ziellinie. Damit wurde jedoch deutlich, dass die Zeit von Maes bei einem sauberen Run zu schlagen sein könnte.



Dann machte sich der amtierende Weltmeister Loic Bruni (FRA) auf dem Weg ins Tal und ließ von der ersten Sekunde an keine Zweifel an seinem Siegeswillen aufkommen. Ein Raunen ging durch das Publikum als die ersten Zeiten grün auf der Anzeige leuchteten. Würde der Franzose eine Zeit hinlegen, die gut genug wäre, um seinen Titel aus 2017 verteidigen? Als er über den Red Bull Drop of Fame in die Finish Area schoss, gingen bange Blicke hoch zur Anzeigetafel. Es war grün! Mit 0,2 Sekunden Vorsprung setzte er sich an die erste Stelle und lehnte sich zurück, um den letzten vier Fahrern am Berg zuzuschauen. Das Rennen war noch nicht entschieden. Landsmann Loris Vergier (FRA) zündete im ersten Streckenteil und man musste sich ernsthaft Sorgen um Bruni’s Führung machen. Mit einem Vorsprung von rund einer halben Sekunde machte Vergier jedoch bei der Einfahrt zur ersten Waldsektion einen Fehler, der ihm den Speed nahm und damit sein Medaillentraum beendete. 



Ähnlich wie Vergier war auch Danny Hart (GBR) auf einem guten Weg in der ersten Streckenhälfte, doch auch ihm fiel der dritte Sektor nicht leicht, wodurch auch er dort Zeit verlor, die er trotz eines guten Schlussabschnitts nicht mehr aufholen konnte. Mit 0,3 Sekunden Rückstand platzierte er sich immerhin auf den 3. Platz. Würden die zwei verbleibenden Fahrer, Troy Brosnan (AUS) und Amaury Pierron (FRA) die Ränge nochmal aufmischen können? Brosnan konnte die Pace von den besten Ridern an diesem Tag nicht mitgehen. Auch der Weltcup-Gesamtsieger aus Frankreich erwischte keinen guten Tag, rutschte sogar mit dem Vorderrad aus und legte sich auf den staubigen Waldboden. Damit flossen im Zielbereich schon die Tränen. Loic Bruni verteidigte seinen Weltmeister-Titel und darf schon zum dritten Mal in seiner Karriere die Regenbogenfarben tragen. Silber ging damit an Martin Maes und Bronze an Danny Hart. 



Loic Bruni (FRA):

„In den letzten Jahren war es hier auch schon ziemlich staubig und rutschig, also wussten wir alle, was uns heute erwartet. Ich wollte nicht die selben Fehler wie im letzten Jahr machen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich die Finger etwas zu stark auf der Bremse hatte. Insgesamt waren es perfekte Bedingungen für die Fahrer und für die Zuschauer. Ich habe nicht das Gefühl einen Titel verteidigt zu haben, sondern einen neuen Titel gewonnen zu haben. Es gibt so viele schnelle Fahrer im Moment. Loris ist unglaublich schnell und die Zeiten von Martin und Danny zeigen, wie eng es momentan zugeht. Ich glaube wir haben den Zuschauern wirklich ein tolles Rennen geboten.“



Bombastischer Event mit über 65.000 Zuschauern und viele strahlende Gesichter

Am Ende von fünf actionreichen Tagen bei der 2018 UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz wurden insgesamt zehn Einzel- und fünf Team-Weltmeister gekürt. In Lenzerheide noch nie zuvor gesehene Zuschauermengen kamen zur Rothornbahn, um sich die 11 Entscheidungen anzusehen und die Athleten lautstark anzufeuern. OK Präsident, Christoph Müller zeigte sich von der Stimmung und dem Ablauf des Events hochzufrieden: „Was für ein geiler Event! Alle Erwartungen sind übertroffen worden. Wir haben mit 30.000 Zuschauern gerechnet, es kamen insgesamt 65.000. Die Schweiz hat einige Weltmeister gesehen und die Stimmung war vor allem am Samstag und Sonntag wahrlich weltmeisterlich. Ich möchte mich bei allen Sportlern und Zuschauern bedanken, die diesen Event so unvergesslich gemacht haben, und bei allen Volunteers, die diesen großen Event überhaupt erst möglich gemacht haben.“






Nach dem EKZ Cup ist vor dem EKZ Cup

In Egg kam der EKZ Cup 2018 zum Abschluss. 310 junge und junggebliebene Biker kämpften auf der Strecke, mit sich und einige um den Gesamtsieg. Die frohe Botschaft am Rande: Titelsponsor EKZ hat sein Engagement um zwei Jahre verlängert. Die schnellste Frau des Tages war Nadine Stieger, schnellster Mann Marcel Guerrini.



Während die letzten Jets im Südanflug ihre Bahnen zogen, drehten die ersten Nachwuchs-Biker am EKZ Cup Egg ihre Runden. Bereits um neun Uhr morgens war klar, dass es ein goldener Spätsommertag werden würde. Dies machte die Strecke am Fuss des Pfannenstiels freilich kein bisschen leichter – im Gegenteil: Jene, die erst um die Mittagszeit starteten, erlebten eine veritable Hitzeschlacht. Trotzdem sah man im Ziel mehrheitlich lachende Gesichter, rot vor Anstrengung, glühend vor Hitze und glücklich, sich mit einem Sportgetränk in den Schatten setzen zu können. 

Die Nachwuchsförderung wird ausgebaut 

Rund drei Viertel der 310 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehören zum Nachwuchs. Ihn zu fördern ist der Zweck des EKZ Cups und dieses Engagement werden die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich mindestens zwei weitere Saisons (bis 2020) aufrechterhalten. Thomas Recher, Leiter Sponsoring EKZ, schlägt den Bogen zu den am gleichen Wochenende stattfindenden Mountainbike-Weltmeisterschaften in Lenzerheide «Wollen wir die Schweiz weiterhin so erfolgreich an der Weltspitze sehen, braucht der regionale Nachwuchs Startmöglichkeiten wie unseren EKZ Cup. Lars Forster, aktueller Europameister, ist mit acht Jahren am EKZ Cup sein erstes Rennen gefahren. Gerne engagieren wir uns weiterhin mit Energie für den Nachwuchs.» 



An das nächste Jahr dachten die Teilnehmer des EKZ Cup in Egg noch nicht. Sie konzentrierten sich auf ihr Rennen. In einigen Kategorien gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gesamtsieg, wobei sich oft die Fahrerin oder der Fahrer im blauen Leader-Trikot durchsetzte. Es ist wohl wie an der Tour de France, wo das Maillot Jaune schon manchen Rennfahrer über sich hinauswachsen liess. Im Goalie Dress Yann Sommers startete der achtjährige Loris Michel aus Uster zum ersten Bike-Rennen seines Lebens. Warum? «Weil ich gerne Velo fahre», gab er kurz und knapp zu Protokoll. «Es ist zwar sehr anstrengend und manchmal auch schwierig, aber es macht Spass und deshalb bin ich auch nächstes Jahr wieder dabei.» 



Auch 2019 Jahr wird der Skiclub Egg das Abschlussrennen des EKZ Cup organisieren, wie Event-Chef Luigi Di Lorenzo bestätigt. «Wir fahren bis im April Ski, dann brauchen wir eine Verschnaufpause und im September sind wir dann bereit, um dieses Rennen zu veranstalten. Wir werden das auch nächstes Jahr mit Freude tun.» 



Ein alter Bekannter und ein Duell 

Das Rennen der Damen war ein Duell zwischen Gesamtleaderin Michelle Schätti und Nadine Stieger. Letztere machte das Tempo und nachdem Schätti einen Platten hatte, war die Entscheidung gefallen. Trotzdem war das Rennen für Siegerin Stieger ein hartes Stück Arbeit: «Die Hitze machte mir auf dem langen Anstieg zu schaffen. Dafür war dann die coole Abfahrt umso länger.» Michelle Schätti konnte sich mit dem Gesamtsieg trösten, welcher allerdings schon vor dem letzten EKZ Cup der Saison feststand. 





Das Elite-Rennen der Männer prägte ein alter Bekannter: Marcel Guerrini, Profi im Focus XC-Team, fuhr einen diskussionslosen Start-Ziel-Sieg ein. «Der EKZ-Cup war mein Einstieg in den Rennsport, ich kenne die Strecken und kehre immer wieder gerne zurück.» Leicht fiel ihm das Rennen nicht, auch wenn mehr als eine Minute Vorsprung danach aussieht: «Ich bin mit der Absicht gekommen, voll zu fahren und das war auf dieser Strecke mit diesem langen Anstieg sehr hart.» Leiden musste auch Sven Olivetti, der nach eigener Aussage erst nach einigen Runden seinen Rhythmus fand. Mit dem dritten Rang holte er sich den Gesamtsieg: «Mir bedeutet das sehr viel und ich bin stolz, dass ich das geschafft habe», ordnete er im Ziel ein. 



15 weitere Gesamtsiegerinnen und Gesamtsieger brachte der EKZ Cup 2018 hervor und noch wichtiger: hunderte junge Mountainbikerinnen und Mountainbiker, die den Spass am Rennen fahren erlebt haben. Im Frühling 2019 haben sie die nächste Gelegenheit sich hinter dem blau-weissen Startband aufzureihen.










 Fotos: Michael Suter www.lightmoment.ch

UCI Mountainbike WM in Lenzerheide: Erstes Cross-Country Gold seit 17 Jahren für die USA, Schurter verteidigt Titel vor heimischer Kulisse

Am vierten Tag der 2018 Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz standen in Lenzerheide die Elite Männer und Frauen des Cross-Country im Rampenlicht. Nachdem am Vortag die Berge in Graubünden eher düster und wolkenverhangen waren, schien heute die Sonne auf das Paparner Rothorn und bot bestes Wetter für Zuschauer und Athleten. 24.000 Zuschauer pilgerten ans Ufer des malerischen Heidsees und eine Vielzahl hofften auf zwei weitere Weltmeistertitel für die Schweiz. Am Ende des Tages sollte die Rechnung nicht ganz aufgehen. Bei den Frauen sorgte nach einer starken Schlussrunde Kate Courtney für die erste Amerikanische XCO Goldmedaille seit 2001, Jolanda Neff musste sich bei ihrer Heim-WM hingegen mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Bei den Männern holte Nino Schurter nach einem großartigen Zweikampf mit Gerhard Kerschbaumer (ITA) seinen siebten XCO Weltmeisterschaftstitel bei der Elite.



Annika Langvad zündet zu Beginn, Kate Courtney setzt den Schlusspunkt 

Für den Gastgeber ruhten alle Hoffnungen auf der amtierenden UCI Weltmeisterin und UCI Weltcup Gesamtsiegerin, Jolanda Neff (SUI). Das Tempo zu Beginn des Rennens diktierte jedoch die UCI Weltmeisterin von 2016, Annika Langvad (DEN), die sich gleich vor Pauline Ferrand-Prévot (FRA) und Kate Courtney (USA) an die Spitze des Feldes setzte. Langvad dominierte das Rennen zunächst, zog immer weiter von der Konkurrenz weg und erarbeitete sich einen Vorsprung von 13 Sekunden. Zu Beginn der zweiten Runde belegten Langvad, Courtney und Emily Batty (CAN) die Medaillenränge. Neff hingegen war abgeschlagen auf Rang acht.

Die führende Dänin drückte mächtig aufs Tempo und fuhr mit über 30 Sekunden Vorsprung ihr eigenes Rennen, während sich hinter ihr die Amerikanerin und Kanadierin etablieren konnten. Neff kämpfte sich ins Rennen zurück und rückte auf Platz vier vor, der Rückstand zu Edelmetall war jedoch schon beträchtlich. Plötzlich rutschte Langvad mit dem Vorderrad weg und stürzte. Ein Fehler, der sie viel Zeit kostete. Doch trotz blutverschmiertem Arm, fand sie ihren Rhythmus wieder und konnte die verlorene Zeit wiedergutmachen. Im Kampf um Silber war Kate Courtney in der Lage Emily Batty abzuhängen und machte sich auf dem Weg nicht nur Silber zu sichern, sondern auch um Gold ein Wörtchen mitzureden.



Die 22-Jährige wählte im Vergleich zu Langvad immer die technisch anspruchsvollere aber auch schnellere A-Line und begann die Lücke zur Führenden nach und nach zu schließen. Als sie dann in Runde fünf plötzlich die Dänin sehen konnte, deutete sich bereits ein Herzschlagfinale an. Rad and Rad ging es dann in die letzte und entscheidende Runde. Langvad gab alles auf dem ersten Anstieg und distanzierte sich etwas, doch im Motorex Climb passierte ihr ein entscheidender Fehler. Das Hinterrad verlor im Anstieg die Traktion und zwang sie dazu, kurz vom Rad abzusteigen. 

Courtney nutze ihre Chance und schoss an der Dänin vorbei, die bis dahin das komplette Rennen in Führung gelegen hatte. Bei Langvad schienen die Kräfte zu schwinden, die Amerikanerin setzte sich auf 12 Sekunden ab. Als sie auf die Zielgerade einbog und unter dem Jubel der Menge realisierte, dass ihr das UCI Regenbogen-Trikot nicht mehr zunehmen war, brachen alle Dämme. Kate Courtney sorgte damit für eine faustdicke Überraschung, holte ihren ersten Sieg im ersten Jahr bei den Elite Women und die erste Goldmedaille für die USA seit 17 Jahren. Silber ging an Annika Langvad, die Kanadierin Emily Batty sicherte sich Bronze. 

Kate Courtney (USA)

„Für mich war es ein sehr besonderer Tag heute in meinem Nationaltrikot zu fahren und Teil eines so starken Teams zu sein. Ich habe mich richtig gut gefühlt und im Vorfeld sehr hart hierfür trainiert. Ich wollte heute einfach meinen Renn-Plan umsetzen: mich darauf zu fokussieren, die richtige Pace anzugehen, sauber zu fahren und mein eigenes Rennen zu gestalten. Ich habe zu keinem Zeitpunkt an Resultate gedacht. Plötzlich schaute ich nach oben und kam als erste ins Ziel. Hier über die Linie zu fahren, so viele Amerikanische Fahnen und bekannte Gesichter zu sehen, die alle verheult waren, war eine unglaubliche Erfahrung. Das Rennen heute hat gezeigt, was passieren kann, wenn man konstant fährt und man sich auf sein eigenes Rennen konzentriert. Ich bin Stolz darauf heute die Regenbogenfarben für Team USA gewonnen zu haben.“ 



Annika Langvad (DEN) 

„Ich hatte eine richtig guten Start und entschied mich dafür einfach von Anfang an Vollgas zugeben. Ich habe mich gut gefühlt und bin konstant vorne weggefahren. Dann rutschte mein Vorderreifen weg und ich lag erstmal. Ich habe aber relativ schnell wieder meinen Rhythmus gefunden und einfach alles rausgehauen, was ich konnte. Zum Ende hin hatte ich einfach keine Kraft mehr. Ich bin aber Stolz darüber, dass ich alles gegeben habe. Außerdem bin ich Stolz auf Kate. Es war toll zu sehen, wie sie sich über den Verlauf der Saison entwickelt hat. Sie hat es verdient. Während dem Rennen bin ich im Tunnel gewesen, aber jetzt wo alles vorbei ist, nehme ich wahr, wie viele Fans heute zum Anfeuern gekommen sind. Es ist eine wirklich verrückte Atmosphäre.“ 



Emily Batty (CAN) 

„Abgesehen von den ersten Monaten hatte ich dieses Jahr eine richtig gute Saison. Ich habe in den letzten Monaten in der Höhe trainiert und hoffte darauf hier in der Höhe um die Medaillenränge mitmischen zu können. Annika legte los wie die Feuerwehr, was sehr beeindruckend anzusehen war. Ich möchte am Ende eines Rennens immer sagen können, dass ich Alles gegeben habe. Heute habe ich mein Limit gefunden. Ich bin so froh, dass ich am dritten Rang festhalten konnte. Die Fans waren einfach unglaublich und wenn man auf die Zielgerade einbiegt, sieht man all diese lauten Schweizer Fans. Es war ein wirklich tolles Event und ich bin Stolz darauf für Kanada Bronze geholt zu haben.“ 



Schurter wehrt sich gegen Kerschbaumer und wird belohnt 

Im Rennen der Männer ließ Nino Schurter (SUI) keine Zweifel aufkommen, dass er heute mit aller Macht seinen Weltmeistertitel und die Regenbogenfarben verteidigen wollte. Kraftvoll fuhr er nach dem Startschuss den ersten Anstieg hoch und positionierte sich vom Start weg an die Spitze des Feldes. Anton Cooper (NZL) und Henrique Avancini (BRA) folgten dem amtierenden Olympiasieger und diesjährigen Weltcup-Gesamtsieger in die längste Abfahrt der Strecke. Weiter hinten im Feld befand sich der niederländische Mitfavorit auf den Titel, Mathieu van der Poel, im Getümmel. Nachdem er bereits beim Start aus der zweiten Reihe aufgehalten wurde, fiel er zurück und verlor 30 Sekunden. 

Schurter hingegen widmete sich direkt der Aufgabe das Feld in die Länge zu ziehen und erfuhr sich mit ungeheurem Tempo einen Vorsprung von 12 Sekunden, während eine 10-Mann starke Verfolgergruppe versuchte den Anschluss zu halten. Zu Beginn der zweiten Runde gelang es dem zweimaligen UCI U23 World Champion Gerhard Kerschbaumer (ITA) die restlichen Neun etwas abzuschütteln und sogar am ersten Anstieg der Strecke zu Schurter aufzuschließen. Es deutete sich eine Wiederholung des Duells beim UCI Weltcup in Andorra an. Damals hatte Kerschbaumer die Nase vorne. Beide teilten sich rundenlang die Führungsarbeit, während die Spannung bei den Zuschauern stetig weiter anstieg. Würde der Italiener es tatsächlich schaffen, den Schweizer Titel-Traum platzen zu lassen? 



In der Zwischenzeit arbeitete sich van der Poel im Feld vor und setzte dazu an, zu den beiden Führenden aufzuschließen. Dank seiner starken aber kraftraubenden Aufholjagd fand sich der Niederländer zum Beginn der vierten Runde auf der dritten Position wieder und schien zunächst die Lücke zu Schurter und Kerschbaumer weiter schließen zu können. Eine Runde später trennten das Trio nur noch 12 Sekunden. Die beiden Führenden hatten jedoch absolut kein Interesse daran, das letzte Renndrittel zu dritt zu bestreiten und drückten nochmal kräftig aufs Gas. 

Angespornt durch die Fangesänge, Kuhglocken und Kettensägen der Zuschauer, die nahezu jeden Zentimeter neben der Strecke ausfüllten und mit Stimmung befeuerten, lieferten sich Schurter und Kerschbaumer ein nervenaufreibendes Rennen. Erst in der vorletzten Runde konnte Schurter im Mitas Muddy Climb die vorentscheidende Lücke zum Italiener aufreißen. Kerschbaumer musste federn lassen und Nino Schurter ließ sich auf einer Begeisterungswelle ins Ziel tragen. Das Publikum brachte den Zielbereich zum Kochen und während sich Nino Schurter von seiner Tochter zum siebten Weltmeistertitel seiner Karriere gratulieren ließ, rollte Gerhard Kerschbaumer hochzufrieden mit dem zweiten Rang ins Ziel. Mathieu van der Poel belohnte sich für seine Aufholjagd mit Bronze. Die Top 5 wurde durch Henrique Avancini und Florian Vogel (SUI) komplettiert. 

Nino Schurter (SUI)

„Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl bei diesem Event auf heimischen Boden an den Start zu gehen. Ich wohne 25 Minuten von hier, also war es wirklich eine Heimrennen. Die Atmosphäre war unglaublich, die Zuschauer sind ausgerastet und haben mir zugejubelt. Das ist einfach nicht in Worte zu fassen, was hier heute los war. Ich hatte heute nicht die besten Beine und der Druck im Vorfeld war sehr hoch. Ich habe schon fast damit gerechnet, dass es ein Zielsprint mit Gerhard geben würde, aber dann habe ich gesehen, dass er in den technischen Passagen anfing Fehler zu machen und ich konnte mich darauf entscheidend absetzen. Die Stimmung hier war wirklich etwas besonderes. Ich würde schon sagen, dass es die beste Weltmeisterschaft war, die wir im Mountainbiken je hatten.“



Gerhard Kerschbaumer (ITA) 

„Es war ein tolles Rennen heute und ich hatte insgesamt ein unglaubliches Jahr. Ich bin im Weltcup dreimal Zweiter geworden und konnte sogar einmal gewinnen. Hier Silber zu holen ist unbeschreiblich. Nino war heute einfach stärker. Naja, Nino ist halt Nino. Als noch zwei Runden zu gehen waren habe ich in den technischen Passagen Zeit verloren und dann hat Nino im Anstieg eine Attacke gestartet, der ich nicht folgen konnte. Es war eine sehr coole Woche hier in der Schweiz und die Stimmung mit den vielen Fans hat es zu etwas noch besonderem gemacht.“



Mathieu van der Poel (NED) 

„Ich glaube im Großen und Ganzen habe ich heute ein gutes Rennen gezeigt. Ich glaube ich bin am Start hinter Marotte, der nicht rechtzeitig in die Pedale kam, hängengeblieben. So habe ich viele Positionen verloren. Ich habe aber versucht einfach mein eigenes Tempo zu fahren. Ich bin ein wenig enttäuscht, dass ich es nicht geschafft habe, früher in den Kampf um Gold einzusteigen. Ich hatte immer Verkehr vor mir. Als ich den Anschluss schon fast wieder hatte, haben sie das Tempo nochmal erhöht. Es hat keinen Sinn gemacht auf Biegen und Brechen zu versuchen die Lücke nochmals zu schließen. Ich glaube es war die richtige Entscheidung, mich darauf zu konzentrieren, die Bronzemedaille abzusichern. Es war eine besondere Stimmung heute und ich glaube, dass Nino sich noch sehr lange an diesen Tag erinnern wird. Ich fand es auch super und hatte viel Freude daran hier zu fahren.“



Die letzten Signature-Trails für den schönen Herbst

Traildevils Official Blog
Was für die Locals der Hometrail, für die Besucher das Nonplusultra, ist für „Mountain Bike Holidays" der Signature Trail - der Pfad, der dem Bike-Revier seinen Stempel aufdrückt. Heute präsentieren wir Euch vorerst die letzten 4 Signature Trails. Aber keine Angst „Mountain Bike Holidays“ produziert bereits die nächsten Signature Trails für 2019.

Klopeiner See – Petzen-Flow Country – Kärnten

Flow Country: Endless Flow - das ist wie fliegen! Flowtrails liegen voll im Trend, denn schon Anfänger können hier den Zauber der Geschwindigkeit erleben. Flowtrails haben nur einen Nachteil: Sie sind immer viel zu schnell vorbei. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde in Kärnten ein Flowtrail gebaut, der sämtliche Rekorde sprengt. An der slowenischen Grenze erwartet Dich am Klopeiner See der erste Trail Park mit dem längsten Flow Country Trail Europas. 10 Kilometer und 1.000 Höhenmeter machen den Petzen-Flow Country Trail zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Saalbach – Hacklberg-Trail – Salzburger Land

Im MTB-Revier Saalbach liegt einer der bekanntesten Trails der österreichischen Alpen – der Hacklberg-Trail. Der Parcours richtet sich an Anfänger wie Profis gleichermaßen, inklusive Panoramablick über saftig-grüne Wiesen und wohlverdiente Ruhestationen. 
Wer voll auf seine Kosten kommen möchte, der sollte nach kurzer Einrollphase den Trail verlassen und den kurzen, aber enorm steilen Anstieg hinauf zum Schattberg-West bewältigen. Auf circa einem Kilometer erwarten Dich hier 125 Höhenmeter! Der Gipfel auf 2.096 Metern ist gerade in den Abendstunden Treffpunkt der lokalen Freeride-Szene.

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Ötztal – Leiterbergtrails - Sölden

Mit den Naturtrails Bartiges Bödle Trail, Rettenbachtrail und Leiterbergtrail lässt sich eine wunderschöne und aussichtsreiche Enduro-Runde verbinden. Die Bike-Republik Sölden möchte sich aufschwingen zum Whistler Europas. Für all jene, die mit Whistler Mountain nichts verbinden: Hierbei handelt es sich um den weltweiten Fixpunkt aller Enduro-, Downhill- und Trailfahrer, ein riesiges Naturtrail- und Bikeparkt-Gebiet im Norden von Vancouver, Kanada. Sölden hat eine mutige Vision und schreitet in schnellen Schritten voran – Thumbs up!

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Nauders – Plamort-Trail - Tirol

Die „Pian die Morti“ bildete während des zweiten Weltkrieges die Grenze zwischen Österreich und Italien. Imposant, aber auch gefährlich wirken die Panzersperren auf der Hochmoor-Ebene oberhalb von Nauders. Wo sich damals Soldaten aufhielten, trifft man heute unzählige Mountainbiker. Familien mit Kindern, Racer aber auch Freerider. Wie die Region um das Dreiländereck, Österreich, Italien, Schweiz, so bietet auch der Plamort-Trail Abwechslung pur. 

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Bilder:  Stefan Schopf Mountain Bike Holidays / Andreas Meyer Mountain Bike Holidays

UCI Mountainbike WM in Lenzerheide: Südafrika und die Schweiz feiern in Regenbogenfarben

Am dritten Wettkampftag der UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz 2018 liess die U23 Cross-Country Kategorie nichts vermissen. Die Schweizer konnten sich über zwei weitere Medaillen freuen als Alessandra Keller und Sina Frei Edelmetall für die Eidgenossen sicherten. Das U23 Rennen der Männer stand dem Cross-Country-Krimi der Junioren am Vortag nichts nach. Am Ende eines hart umkämpften Rennens, das erst in der letzten Runde entschieden wurde, setzte sich Alan Hatherly aus Südafrika gegen Christopher Blevins aus den USA durch. 



Schweizer-Festspiele gehen in die nächste Runde

Nachdem die Gas(t)geber sich bereits über zwei Erfolge zum Start der UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz freuen konnten, hofften die heimischen Fans darauf, dass sich der Medaillenregen am Freitag fortführen würde. Die Chancen waren gut: Mit Sina Frei und Alessandra Keller standen zwei Schweizerinnen hoch im Kurs für das UCI Regenbogen-Trikot der U23 Women. Am Start war es jedoch zunächst die Britin Evie Richards, die das Feld vor Keller und Frei anführte und sich in den ersten langen Downhillabschnitt Heidi`s Hell stürzte. Doch die beiden Schweizerinnen liessen sich nicht lange beirren und überholten Richards. Nachdem ein Fehler von Malene Degn (DEN) in einem engen Abschnitt das Feld der Verfolger aufhielt, setzten sich Keller und Frei mit 14 Sekunden ab und lieferten sich fortan ein eigenes Duell um Gold. 





Während die führenden Schweizerinnen eine immer grössere Lücke zum Rest des Feldes aufrissen, deutete sich dann auch im Kampf um die Bronze-Medaille ein Duell an. Marika Tovo (ITA) hatte sich nach vorne gearbeitet und die junge Deutsche Ronja Eibl war die einzige, die das Tempo der Italienerin mitgehen konnte. Beide lieferten sich fortan ein ebenfalls spannendes Rennen um den dritten Platz. In Runde Drei beging Sina Frei im tückischen Waldabschnitt einen kleinen Fehler, der ihr den Anschluss zu Alessandra Keller kostete. Nach eigener Aussage verlor sie zu diesem Zeitpunkt ihren Rhythmus, sodass Keller in den nachfolgenden Runden nach und nach ihre Führung ausbauen konnte. Am Ende der fünften Runde sah sich Ronja Eibl im Kampf um Bronze mit einem 15-Sekunden-Rückstand konfrontiert. Bei ihrem zweiten starken Auftritt, nach ihrer Silbermedaille mit der Deutschen Mannschaft im Team-Relay, sollte trotz einer beeindruckenden Leistung dieses Mal nicht zu einer Medaille reichen. 



Keller, die im UCI Weltcup bereits bei der Elite startet und in dieser Saison im Endtableau Vierte wurde, bog nach sechs Runden unter tosendem Applaus und mit ausgestreckten Armen auf die Zielgereade ein. Die junge Schweizerin entschied das Rennen mit einem Vorsprung mit 1:22 min für sich, doch auch Sina Frei konnte nach einem bravourösen Rennen das Bad in der Menge mit dem Gewinn der Silbermedaille, ihrer zweiten Medaille vor heimischen Publikum in dieser Woche geniessen. Die Medaillenränge wurden durch Marika Tovo vervollständigt, die Ronja Eibl in der letzten Runde noch auf 52 Sekunden distanzieren konnte. Die Top 5 wurden durch die Dänin Caroline Bohe ergänzt.

Alessandra Keller (SUI):

"Es ist einfach unbeschreiblich. Letztes Jahr hatte ich bei der Weltmeisterschaft viel Pech als ich Bronze holte. Ich musste auch heute richtig kämpfen, denn Sina war sehr stark. Für beide von uns war es nicht einfach, es lastete schon viel Druck auf uns. Alle haben ein Duell zwischen mir und Sina erwartet. Eine Taktik hatte ich nicht wirklich. Auf dieser Strecke ist ,am immer am Limit. Wir haben einfach von Beginn an Vollgas gegeben. Ich glaube es hätte heute kaum ein besseres Ergebnis für das Puplikum geben können. Ein Schweizer Doppelsieg ist wirklich was besonderes. Es ist mein letztes Jahr in der U23 und heute ist ein Traum wahr geworden." 



Sina Frei (SUI):

"Es war richtig toll hier vor den ganzen Schweizer Fans zu fahren. Es war ein sehr schweres Rennen für mich. In der dritten Runde habe ich mein Rhythmus verloren. Gegen Ende habe ich ihn wiedergefunden und bin sehr glücklich über die Silbermedaille. Ich bin Stolz heute nach der Goldmedaille im Team-Relay hier meine zweite Medaille zu holen. Ich freue mich auch schon auf die nächste Saison."



Marika Tovo (ITA):

"Ich habe lange Zeit mit Ronja Eibl gekämpft. In der letzten Runde habe ich versucht nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Ich habe nicht erwartet, dass ich in meinem ersten Jahr in der U23 Kategorie eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft hole. Es ist der Wahnsinn!"



Erste XCO Goldmedaille für Südafrika seit 2009

Angetrieben von der jubelnden Menge, setzte sich im Rennen der U23 Männer Lokalmatador Filippo Colombo gleich an die Spitze des Feldes und legte ein hohes Tempo vor. In den folgenden Runden war es eine Gruppe von 11 Athleten, die sich im Positionskampf nichts schenkten. Alan Hatherly (RSA) setzte sich in Runde drei an die Spitze und in der vierten Runde konnte der Südafrikaner eine weitere Attacke starten. Lediglich Christopher Blevins (USA) konnte das hohe Tempo mitgehen und beide erarbeiteten sich einen Vorsprung von 21 Sekunden auf David Nordemann (NED). Der Niederländer hatte sich in der Verfolgergruppe zunächst behaupten können.



Blevins und Hatherly fuhren vorne weg, doch keiner der beiden sah sich im Stande sich vom anderen loszulösen. Erst in der letzten Runde als das Duo bereits 40 Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten Nordemann hatte, kam Bewegung in die Entscheidung um Gold. Der Amerikaner startete am ersten Anstieg einen Angriff, versuchte Hatherly loszuwerden, doch der Vize-Weltmeister aus 2017 lies sich nicht so einfach abschütteln. Der Südafrikaner setzte dann kurz darauf den entscheidenden Nadelstich und Blevins hatte Nachsehen. Hatherly sicherte sich somit die erste XCO Goldmedaille für sein Heimatland bei einer Weltmeisterschaft seid 2009.



Dahinter schwanden in der Zwischenzeit die Kräfte bei Nordemann und der Niederländer spürte bereits den heissen Atem zweier Skandinavier. Sowohl Peter Fagerhaug (NOR), der in der dritten Runde seine Kette verloren hatte, als auch Jonas Lindberg (SWE) witterten ihre Chance und näherten sich unaufhaltsam. Doch Nordemanns vorher erarbeiteter Vorsprung stellte sich als zu gross heraus und der Niederländer rollte erschöpft und glücklich über die Ziellinie. 

Alan Hatherly (RSA):


"Es war ein sehr schnelles Rennen und alle waren in der Lage in der ersten Runde ein hohes Tempo zu gehen. Ich habe einfach versucht mich so gut wie möglich zu positionieren. In der zweiten Runde wurden die Positionskämpfe aggressiver und ich hatte zu Beginn der dritten Runde genug und entschied mich dafür, das Rennen von vorne zu machen, das Tempo zu diktieren. Von da an war es nur noch zwischen mir und Chris. In der letzten Runde wollte ich einen Sprint im Ziel unbedingt verhindern. Chris kommt aus dem Rennrad-Bereich und hat viel Power in den Beinen. Ich bin froh, dass ich mich noch absetzen konnte und dass ich das Regenbogen-Trikot tragen darf. Es ist ein Traum, der heute für mich wahr wird." 



Christopher Blevins (USA):

"Es war zu Beginn ein sehr chaotisches Rennen mit vielen Positionskämpfen. Ich habe versucht ruhig zu bleiben und in den Wurzelpassagen sauber zu fahren. Ich wusste, dass Alan super schnell ist und als ich gesehen habe, dass er sich an die Spitze des Feldes setzte, habe ich mich gleich an sein Hinterrad gehängt. Wir konnten uns vor allem in den technischen Wurzelpassagen vom Rest absetzen. Alan hat dann am letzten Anstieg gezündet, ich habe alles gegeben, aber die Lücke wurde immer grösser. Es fühlt sich ehrlich gesagt ziemlich surreal an, hier jetzt zu sitzen und ich bin einfach glücklich. Es war eine Ehre hier zu fahren und die Zeit hier in Lenzerheide war phänomenal. Es ist ein wunderschöner Ort und es war auf der Strecke einfach so laut mit den ganzen Fans, eine richtig coole Atmosphäre."



David Nordemann (NED):

"Ich hatte nicht den besten Start und war zu beginn noch nicht einmal in den Top 5. Ich konnte den Abstand aber verkürzen und fühlte mich richtig gut. Alan und Chris waren aber eine Nummer zu gross heute. Ab der dritten Runde bin ich mein eigenes Tempo gefahren. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Position verteidigen konnte und die Bronzemedaille gewonnen habe. Ich freue mich schon sehr auf die Elite Rennen morgen. Ich glaube es wird auch dort ein sehr spannenden Kampf um das Regenbogen-Trikot geben." 







Die Cross-Country und Downhill Elite greifen ins Geschehen ein

Der dritte von fünf actionreichen Tagen der 2018 UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz bot während der Downhill-Qualifikation und der U23 XCO Finals MTB-Action pur. Doch damit ist es noch nicht getan! Am Samstag gehen die Festspiele mit den Elite Kategorien im XCO weiter bevor am Sonntag die Downhill Junioren und die Elite um die UCI Regenbogen-Trikots fahren. 

Die Elite-Kategorien werden am Samstag und Sonntag live aus Lenzerheide und on-demand jederzeit verfügbar auf Red Bull TV übertragen. Das Cross-Country-Rennen der Frauen startet am Samstag, 08. September um 12:30 Uhr, das der Männer um 14:30 Uhr. Das Downhill-Rennen der Frauen startet am Sonntag, 09. September um 12:30 Uhr, gefolgt vom Rennen der Männer um 14 Uhr. Red Bull TV überträgt beide Rennen live und on-demand, jederzeit verfügbar auf  redbull.tv/uci.  

UCI Mountainbike WM in Lenzerheide: Österreicherin dominiert, Herzschlagfinale bei den Männern

Nach einemgrandiosen Auftakt am ersten Wettkampftag mit einen hoch spannenden Rennen und dem ersten Erfolg für die Gas(t)geber, gingen am zweiten Tag der 2018 UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz die XCO Junioren Männer und Frauen in Lenzerheide an den Start. Zwei UCI Regenbogen-Trikots galt es in beiden Kategorien zu verteilen. Dabei sollte nachdem am Morgen noch die Sonne schien, wechselhaftes Wetter für zusätzliche Spannung sorgen. Bei den Frauen siegte die Österreicherin Laura Stigger im Trockenen mit deutlichem Vorsprung, während sich bei den Junior Men die bedrohliche Wolkendecke zu Beginn des Rennens entlud, aber einem absoluten Herzschlagfinale nicht im Weg stand. Im Cross-Country-Krimi holte sich der Schweizer Alexandre Balmer seine zweite Goldmedaille bei diesen Festspielen vor dem Deutschen Leon Kaiser, der sich seine zweite Silberne erarbeitete. 



Österreichische Favoritin nimmt vom Start weg das Heft in die Hand

Die  Junior  Women  Kategorie  eröffnete  den  zweiten  Wettkampftag  in  Lenzerheide  und  düstere  Wolkenlegten  sich  über  die  Rennstrecke.  Der  Regen  ließ jedoch noch  auf  sich  warten  als  der  Startschuss  fiel  und  das  Feld  mit  der  amtierenden  UCI  Weltmeisterin  Laura  Stigger  ins  Rennen  schickte.  Die  junge  Österreicherin  ging  als  hoch  gehandelte  Favoritin  an  den  Start und  unterstrich  vom  Beginn  an ihren  Anspruch, den Titel  zu  verteidigen.  Mit  scheinbarer  Leichtigkeit  überwand  sie  die  ersten  technischen  Passagen  am  Fuße  des  Parpaner  Rothorn  und  setzte  sich  in  der  ersten  Runde  bereits  von  Tereza  Saskova  (CZE)  und  Harriet  Harnden  (GBR)  ab.



Dennoch nahm die 18-Jährige den Vorsprung nicht auf die leichte Schulter und arbeitete emsig daran, sich immer weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Nach der dritten Runde hatte sich Stigger noch weiter abgesetzt und lag nun mit 1:28min Vorsprung in Führung. Hinter ihr entwickelte sich ein spannender Kampf um Silber, denn Harriet Harnden näherte sich Tereza Saskova. Wer würde sich durchsetzen können? Zu Beginn der fünften Runde duellierten sich Saskova und Harn den und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch die Tschechin hatte mehr Körner und trat mächtig in die Pedale, um sich ihre erste Silber-Medaille bei einer Weltmeisterschaft sichern zu können. Die Britin konnte dem Antritt der Tschechin nicht mehr folgen. An der Spitze drehte Laura Stigger einsam ihre Runden und schnappte sich auf der Zielgeraden die Österreichische Fahne, um nach 1:09:46hund mit 3:03min Vorsprung ihre Titelverteidigung und den UCI Weltmeistertitel 2018 zu feiern. Komplettiert wurde das Podium durch Tereza Saskova auf dem Silberrang und Harriet Harnden auf dem Bronzerang, die damit die ersten Medaillen für ihre Nationen bei dieser Weltmeisterschaft sicherten. Auf den Rängen vier und fünf positionierten sich Isaure Medde (FRA) und Sofie Heby Pedersen (DEN).

Laura Stigger (AUT):  

„Es  war  der  absolute  Hammer  heute  hier  an  den  Start  zu  gehen.  So  viele  Leute  sind  hergekommen,  um  mich  heute  anzufeuern  und  die  Stimmung  war  unglaublich.  Ich  möchte  mich  bei  allen  bedanken,  die mich hier  heute  angefeuert  haben.  Ich  wollte  vom  Start  weg  Gas  geben  und  hatte  mir  vorgenommen sowohl  bei  den  bergauf  als  auch  bei  den  bergab  Passagen  die  schnellste  zu  sein.  Ich  glaube  mir  ist  das  heute  recht  gutgelungen.“



Tereza Saskova (CZE):

„Es  war  ein  großartiges  Rennen.  Ich  habe  heute  nicht  mit  der  Silbermedaille  gerechnet.  Laura  fährt  auf  einem  anderen  Level,  aber  hinter  ihr  sind  eine  Menge  junger  Fahrerinnen,  die  um  die  vorderen  Plätze  kämpfen.  Heute  habe  ich  einen  perfekten  Tag  erwischt!“



Harriet  Harnden  (GBR):

„Es  ist  eine  riesen  Überraschung!  Ich  wollte  heute  einfach  mein  Bestes  geben  und  das  habe  ich  auch  geschafft.  Ich  wollte  unbedingt  einen  guten  Start  erwischen  und  es  war  wichtig  zu  den  ersten  zu  gehören,  die  in  den  technischen  Abschnitt  einbiegen.  Von  da  an  habe  ich  einfach  versucht  die  Position  zu  halten.  Mehr  hätte  ich  nicht  erwarten  können.“



Regenguss, Stürze, Spannung

Ein  Regenguss  direkt  nach  dem  Rennen  der  Junior  Women  drohte  die  Bedingungen  für  die  Junior  Men  ungleich  schwerer  zu  machen.  Der  kurze  kräftige  Schauer  hatte  jedoch  keine  krassen  Auswirkungen  auf  die  Streckenverhältnisse,  spielte  aber  eventuell  bei  der  Entscheidung  im  Rennen  eine  Rolle.  Denn  gleich  im  ersten  Downhill-Abschnitt fanden  sich  die  favorisierten  Europameister  Alexandre  Balmer  (SUI)  und  der  amtierende  UCI  World  Champion  Cameron  Wright  (AUS)  plötzlich  neben  ihren  Bikes  wieder.  Der  Franzose  Mathis  Azzaro  kam  besser  durch  den  ersten  Streckenteil  und  nutzte  das  Unglück  der  anderen,  um  sich  vor  dem  Deutschen  Leon  Kaiser  (GER)  und  dem  Amerikaner  Kevin  Vermaerke  (USA)  an  die  Spitze  zu  setzen.  Wright  und Balmer  sahen  sich  mit  einem  Rückstand  von  15  respektive  40  Sekunden  konfrontiert.



Azzaro  hielt  das  Tempo  hoch  und  konnte  seinen  Vorsprung  auf  25  Sekunden  ausbauen.  Der  Schweizer  Loris  Rouiller  ergatterte  den  dritten  Rang.  Hinter  der  Top  3  zündete  Balmer  den  Turbo  und  starte  eine  fulminante  Aufholjagd.  Platz  um  Platz  macht  er  wieder  gut,  doch  der  Rückstand  auf  die  Spitze  schmolz  zunächst  dennoch  nicht.  Kaiser  hingegen  befand  sich  nach  wie  vor  komfortable auf  dem  zweiten  Platz,  als  Azzaro  stürzte  und  dadurch  gleich  10  Sekunden  seines  Puffers  einbüßte.

Balmer  holt  im  Cross-Country-Krimi  erneut  Gold  für  die  Schweiz

Angefeuert von den heimischen Fans machten die Schweizer Rouiller und Balmer weiter Druck und zu Beginn der fünften Runde waren beide Kaiser auf den Fersen, der wieder rum Azzaro die Weltmeisterkrone streitig machen wollte. Rouiller musste jedoch aufgrund eines Platten Federn lassen, sodass in der sechsten Runde nur noch Azzaro, Kaiser und Balmer für das UCI Regenbogen-Trikot in Frage kamen. Als sie auf der zweiten Hälfte der letzten Runde aus dem Wald hervortraten, hatte Balmer die Führung inne und spürte den heißen Atem vom jungen Deutschen im Nacken. Azzaro musste seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und abreißen lassen. Als Balmer und Kaiser in die Cornèrcard Bike Arena einbogen, wurde es laut. Angefeuert vom Schweizer Publikum setzte sich der nun zweifache Weltmeister auf den letzten Metern endgültig durch. Kaiser bestätigte seine Leistung beim Team Relay und sicherte sich seine zweite Silbermedaille, bevor sich Azzaro trotz langer Führung über Bronze freuen durfte. Die Top 5 wurde durch Loris Rouiller und einem weiteren Deutschen, Moritz Schwab, vervollständigt.



Alexandre  Balmer  (SUI):  

„Ich  bin  unglaublich  schlecht  gestartet.  Im  ersten  Downhill  war  ich  plötzlich  nicht  mehr  auf  dem  Rad  und  habe  bestimmt  rund  30  Sekunden  verloren.  Da  dachte  ich,  es  ist  vorbei.  Ich  habe  mir  aber  gesagt,  dass  ich  alles  für  mein  Land  geben  muss–auch  um  mich  für  die  ganze  Unterstützung  im  Laufe  des  Jahres  zu  bedanken.  Mir  war  bewusst,  dass  das  Rennen  noch  lang  ist.  In  der  letzten  Runde  hat  Leon  bergauf  unglaublich  Gas  gegeben,  aber  ich  konnte  mich  immer  wieder  zurück kämpfen.  Es  war  wirklich  ein verrücktes  Rennen.  Gestern  hätte  ich  mir  das  nie  vorstellen  können.  Ich  bin  so  glücklich  das  ich  hier  in der Höhe so gut gefahren bin. Meine Junioren Saison ist jetzt schon einfach perfekt!“  



Leon  Kaiser  (GER):

„Als  ich  heute  morgen  gesehen  habe,  dass  wir sechs  Runden  fahren  mussten,  habe  ich  nur  Gedacht  ‚Das  wird  ein  langes  Rennen...’.  Ich  habe  beschlossen,  dass  ich  nicht  zu  schnell  ins  Rennen  starten  will.  Ich  hatte  einen  richtig  guten  Start  und  war  gleich  vorne  mit  dabei.  Aber  Mathis  überholte  mich  und  war  bärenstark.  Da  konnte  ich  nicht gleich  mitgehen  und  wollte  mein  eigenes  Tempo  weiterfahren.  Die  beiden  Schweizer  Loris  und  Alexandre  waren  mir  auf  den  Fersen  und  ich  hörte,  dass  Mathis  Schwierigkeiten  hatte.  Das  hat  mich  nochmal  motiviert  und  wir  konnten  ihn  einholen.  Alexandre  und  ich  waren  dann  alleine.  Im  Anstieg  konnte  ich  etwas  wegziehen,  aber  Alexandre  war  in  den  technischen  Abschnitten  zu  stark.  Im  letzten  Streckenteil  hatte  Alexandre  mehr  Körner.  Aber  ich  bin  mega  glücklich  mit  der  Silbermedaille,  der  zweiten  nach  dem  Team  Relay.  Ich  kann  es  auch  nicht  wirklich  erklären.“



Mathis Azzaro (FRA):

„Ich  hatte  eine  richtig  guten  Start, habe  gleich  die  Führung  übernommen  und  hatte  einen  großen  Vorsprung.  Aber  in  der  vierten  Runde  bin  ich  gestürzt.  Alexander  und  Leon  konnten  aufschließen.  Die  sechste  Runde  ist  mir  sehr  schwer  gefallen.  Ich  habe  alles  gegeben,  aber  die  beiden  waren  einfachstärker.“








Die  Action  geht  weiter  –Zahlreiche  Side-Events  und  Partys  

Der zweite von fünf actionreichen Tagen des 2018 UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz bot extremactionreiche Wettkämpfe, aber es geht noch weiter. Am Freitag gehen die U23 Women und Men an den Start bevor am Samstag die XCO Elite ins Geschehen eingreift. Am Sonntag folgt dann zum Abschluss ein Downhill-Spektakel mit den Juniors und Elite am gleichen Tag. Neben der ganzen Rennaction gibt es auch dieses Jahr zahlreiche Side-Events, Partys und eine 7.500m2 große Expo-Area geben, wo sich etliche Aussteller und natürlich die Teams des Downhill-und Cross-Country-Rennzirkus präsentieren. Zu den Highlights der kommenden Tage gehören die Steinböckli Laufrad WM, der #fullgasMTB Whip Off Contest, das «Flyer Uproc Dual Slalom» und etliche Livekonzerte. 

Frohe Botschaft zum Finale des EKZ Cup

Beim Finale des EKZ Cup in Egg am kommenden Sonntag, 9. September, stehen die heissumkämpften Duelle um die Gesamtsiege im Zentrum der Aufmerksamkeit. Während die Fahrerinnen und Fahrer einem erfolgreichen Saisonschluss entgegenfiebern, gibt es für die ganze Rennserie schon im Vorfeld sehr erfreuliche Neuigkeiten: Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, EKZ, verlängern ihr langjähriges Engagement als Hauptsponsor und richten den Fokus in Zukunft noch stärker auf die Förderung der höheren Nachwuchskategorien. 



Die EKZ und die beliebte Mountainbike-Rennserie in der Region Zürich verlängern ihre Partnerschaft um weitere zwei Jahre bis und mit 2020. In Zukunft soll der EKZ Cup von einer regionalen Serie, über die nationalen Stufe bis zur untersten internationalen Stufe C3 aufgewertet werden. Diese Entwicklung soll über die nächsten zwei Jahre geschehen, wie Gesamtorganisator Heiri Disch erläutert: «Erstmals werden unsere Rennen im kommenden Jahr 2019 im nationalen Kalender erscheinen und somit noch mehr Fahrerinnen und Fahrer aus anderen Regionen anziehen,» erklärt der langjährige Organisator Disch. 



Drei von sechs Rennen mit internationalem Status

Die Entwicklung soll im Jahr 2020 einen gesunden Lauf nehmen. Ziel ist es, dass die Hälfte der EKZ-Läufe den internationalen Status C3 bekommen. Dies vor allem um der Juniorenkategorie U19 in der Schweiz die Möglichkeit zu geben, an sogenannten «Junior events» zu starten und dabei internationale Punkte zu sammeln. Diese wiederum würden ihnen den Schritt an die Weltspitze vereinfachen.



Während dessen Heiri Disch über die Zukunft spricht, ist es für den passionierten Organisator aber auch wichtig hervorzuheben, dass das Grundkonzept wie bisher voll auf Nachwuchs- und Breitensport setzt: «Was bisher erfolgreich läuft, werden wir weiterhin beibehalten. Die Rennen der Kleinsten werden weiterhin Bestand haben, um einen Einstieg ins Wettkampfleben zu ermöglichen.» Doch mit der leicht angepassten Ausrichtung sollen vor allem die Klasse U17 und U19 vermehrt gefördert werden.  



Im kommenden Jahr kommt es bei den einzelnen Veranstaltern zu keinen Änderungen. Die sechs Rennen werden in Schwändi, Wetzikon, Hittnau, Eschenbach, Uster und Egg stattfinden. Die genauen Daten werden im Spätherbst bekanntgegeben, sobald eine Koordination mit dem nationalen und internationalen Kalender möglich ist. 



Offene Ausgangslagen um die Gesamtsiege 

Dies alles ist jedoch noch Zukunftsmusik. Am Sonntag stehen in Egg, am Pfannenstiel, noch viele heisse Duelle um die Gesamtsiege an. Nur gerade in zwei von total 17 Kategorien ist die Entscheidung bereits vor dem Finale gefallen. Bei den U17 Mädchen steht Kim Baggenstoss (VMC Wilchingen) und bei den U11 Mädchen Elena Frei (IG Radsport Uri) bereits als Gesamtsiegerinnen fest. Grosse Spannung ist über den ganzen Tag hinweg garantiert.



Bei der Hauptkategorie Elite, U23 und Amateure geht die Trophäe des Gesamtklassements voraussichtlich kampflos an Sven Olivetti (FOCUS X-BIONIC TEAM). Dies, weil der Zweitplatzierte Simon Zahner (Team EKZ) angekündigt hatte, auf einen Start zugunsten einer optimalen Vorbereitung auf den Radquer-Saisonstart zu verzichten. Bei den Frauen hingegen könnte Daniela Wäfler (VC Bauma) die Leaderin Michelle Schätti (VC Wädenswil) mit einem Sieg nochmals gefährden. Allerdings müsste im Falle eines Sieges von Wäfler Michelle Schätti nicht über einen 7. Rang hinauskommen.



Das Kapitel 2018 des EKZ Cup wird am Sonntag in Egg zu Ende geschrieben. Für alle Mountainbike-Fans ist gut zu wissen, dass die Kapitel 2019 und 2020 bereit sind, ebenfalls geschrieben zu werden - mit einigen spannenden Neuerungen und Veränderungen! 





Fotos: Michael Suter / www.lightmoment.ch

EKZ Cup Uster: Stollenritter auf der Reitwiese

Die vorletzte Runde des EKZ Cup in Uster bot packende Bike-Rennen, die eine oder andere Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung und vor allem hunderte motivierte Nachwuchs-Bikerinnen und -Biker. Die Rennen der Elite gewannen Simon Zahner und Alessia Bisig.  



Wo sonst die Pferde schnauben und über Hindernisse springen, kämpften an diesem Sonntag die Mountainbiker um Positionen. Die Reitanlage Buechholz war das Start-Ziel-Gelände der zweitletzten Runde des EKZ Cup 2018. Wie beim Springreiten hatten auch die Mountainbiker einige Hindernisse zu überwinden, wobei es ihnen erlaubt war, die Hindernisse zu umfahren. Veranstalter des Rennens ist der Veloclub Volketswil. Wieso findet das Rennen denn nicht in Volketswil statt? Christian Knoll, OK- und Vereinspräsident erklärt: «Förster und Wildhüter signalisierten uns, dass sie nur einmal ja zu einem Bike-Rennen in ihrem Wald sagen würden. Da wichen wir nach Uster aus, wo unsere Biker sowieso trainieren.» 



Der EKZ Cup wurde auch in Uster seinem Zweck als Rennserie für den Bike-Nachwuchs gerecht. Gegen 300 der 375 Teilnehmenden waren im Kinder- oder Jugendalter. Besonders viele Fahrerinnen und Fahrer waren in der Kategorie U11 am Start. So war dann schon die die in einen grasbewachsenen Wall gesetzte Haarnadelkurve am Ende der Startgeraden das erste grosse Hindernis. Die vordersten meisterten es mit Schwung, in den hinteren Regionen kam es dann auch mal zu Stau. Doch kaum war die Bahn frei, traten die jungen Bikerinnen wieder mit voller Kraft in die Pedale, ob sie nun um einen Spitzenplatz kämpften oder den grösseren Teil des Feldes vor sich hatten. 



Von der Reitanlage führte die Strecke direkt in den Wald. «Das Harte an dieser Strecke ist, dass es keinen langen Aufstieg gibt, sondern nur kurze, nach denen es gleich wieder hoch geht», meinte Livio Stefani, der das Rennen der Kategorie U15 Mega zwar mit deutlichem Vorsprung gewann, sich dabei aber völlig verausgabte. 

Pfüderi, Elite und eine Afrikanerin  

Einer der Stimmungshöhepunkte ist traditionell das Rennen der «Pfüderi» (unter sieben Jahren) auf ihren Laufrädern und Kleinstvelos. Die einen liessen schon Renninstinkt erkennen, während es andere überhaupt nicht eilig hatten und so einen sympathischen Kontrast setzten zur Hektik in den Rennen der Grösseren. «Ich habe zwei überholt!» sprudelte es aus einem Sechsjährigen im Ziel heraus, «Ich wurde von zweien nie überholt!», konterte ein anderer. Und für die Hüpfburg reichte die Energie bei den jüngsten Teilnehmern dann auch noch. 



Ebenso traditionell ist das letzte Rennen der Elite zum Abschluss des Tages. Simon Zahner, Seriensieger des EKZ Cup bezeichnete die Strecke in Uster als perfekte Vorbereitung auf die Radquer-Saison, die zwei Wochen später beginnt. Sein härtester Gegner war einmal mehr Marathonspezialist Konny Looser. Diese zwei lieferten sich ein Duell weit vor allen anderen. Alleine an der Spitze fuhr Vera Adrian, eine Strassenspezialistin aus Namibia. «Ich bin seit Jahren kein Cross-Country-Rennen mehr gefahren und merkte wieder einmal, wie hart diese Disziplin ist. Aber es tut gut, die Lungen wieder mal richtig durchzupumpen», gab sie als überlegene Siegerin im Ziel zu Protokoll. Zweite wurde Svenja Wühtrich, das Podest komplettierte Tanja Blickenstorfer. 



Der Grund, weshalb die Afrikanerin deutscher Muttersprache nach Uster kam, kämpfte zu diesem Zeitpunkt bei den Herren um den Sieg: ihr Freund Konny Looser. Er und Zahner gingen gemeinsam auf die letzte Runde, von welcher Looser mit kleinem Vorsprung zurückkam. Diesen liess er sich nicht mehr nehmen. Dritter wurde Sven Olivetti. 



«Im einzigen etwas längeren Anstieg konnte ich Simon jeweils leicht abhängen, aber er kam jedesmal wieder heran», beschrieb Looser den Rennverlauf im Wald. «Als Konny auf der letzten Runde wieder als erster oben war, war klar, dass das Rennen gelaufen ist», komplettierte Simon Zahner den Rennbericht. Den Abschluss des EKZ Cup in Egg wird Zahner aus Rücksicht auf die ersten Radquerrennen nicht fahren und damit seinen Gesamtsieg vom letzten Jahr nicht wiederholen. Für alle anderen heisst es am kommenden Sonntag noch einmal alles geben, um den bestmöglichen Platz im Gesamtklassement kämpfen und den letzten EKZ Cup Renntag geniessen. Ok-Präsident Knoll freut sich indes bereits auf das nächste Jahr: «Wenn der ganze Platz voller Leute ist und an allen Ecken etwas läuft, macht das einfach Freude.» 

Fotos: Michael Suter www.lightmoment.ch

Day & Night mit Sam Pilgrin

Sam Pilgrim zeigt seine beeindruckenden Fähigkeiten, trotz dem herausfordernden Wetter und sehr lange Nächte. Das neue Video zeigt ihn bei Tageslicht und unter dem Nachthimmel. 



«Day & Night», gefilmt von Kamloops, BC in Kanada, beleuchtet Sam und seine Slopestyle-Tricks im wahrsten Sinne des Wortes. Videofilmer und Regisseur Scott Secco filmte Sam während des Tages und Nachts stellten sie Spotlights an bestimmten Stellen des Laufs – wie der Ranch und der Haifischflosse- auf, um die gleichen Tricks einzufangen, damit sie während des Videos zwischen Hell und Dunkel wechseln konnten. «Sam war ein super harter Arbeitgeber bei diesem ganzen Shooting und hat sich wahnsinnige Stunden und wahnsinnige Perfektionierungen geleistet, sagte Scott während der Dreharbeiten zu «Day & Night». 

Nach fünf Tagen waren die Dreharbeiten abgeschlossen und das Ergebnis ist definitiv eine Blick wert. 

Mountainbike WM in Lenzerheide: Spektakuläre Strecken und rasante Rennen um das Regenbogen-Trikot

Der Mountainbike Weltcup 2018 ist Geschichte. Doch die Titelwettkämpfe im Downhill und Cross Country gehen weiter! Vom 5. bis 9. September werden die besten Mountainbiker der Welt und die Nachwuchsstars der Folgegeneration in Lenzerheide bei den UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz nochmals alles geben, um Edelmetall für ihre Nationen zu sichern und im besten Fall ihre Garderobe um ein Regenbogen-Trikot zu erweitern. Dazu müssen allerdings in beiden Disziplinen tückische Strecken gemeistert werden. Angefeuert von zehntausenden Fans werden sich 10 Athleten und eine Nationalmannschaft zu Weltmeistern küren lassen.



STRAIGHTline führt zu Gold – Neuer Waldabschnitt 

Auf die Downhill-Athletinnen und -Athleten wartet die STRAIGHTline, die bereits im vergangenen Jahr mit Blick auf die WM 2018 mit einigen Änderungen aufwarten konnte. Dieses Jahr kommt eine weitere Neuerung hinzu. Nach dem Road Gap im unteren Drittel geht es nach wenigen Kurven früher als in den vergangenen Jahren in den Wald zurück. Der frische Waldabschnitt führt zum natürlichen, ein Meter hohen Drop «Mitas Wall» und wird sich im Laufe der Wettkampf-Woche sicherlich noch stark verändern. Es ist zu erwarten, dass bis zu den Elite Rennen am Wochenende etliche, tückische Wurzeln freigelegt werden. Die rund 2,2 Kilometer lange Strecke gehört zu den schnellsten Strecken im MountainbikeRennzirkus und ikonische Abschnitte wie der gewaltige «Cornèrcard Rock Garden», der highspeed «XClass Full Gas Step Up», «Graubünden Road Gap», die «Lenzerheide Edge» und der «Red Bull Drop of Fame» verlangen den Fahrern alles ab. „Ich denke, dass der 17 Meter lange «Ochsner Sport Cabin Hit» sicherlich zu den Schlüsselstellen gehören wird“, erklärt Rafael Tschäff Rhyner, der auch für den Streckenbau bei der WM verantwortlich ist. „Da muss man die Geschwindigkeit wirklich gut einschätzen, um nicht zu überschießen. Sollte es im Gegensatz zu den letzten Jahren nass sein, wird das Steinfeld im oberen Abschnitt und das neue Waldstück sehr interessant werden.“ 



Cross Country Strecke unverändert und immer noch höllisch anstrengend

Die Cross Country Strecke ist im Vergleich zum letzten Jahr unverändert und wird damit auch in diesem Jahr die Athleten an ihre Grenzen bringen. Gleich zu Beginn wird es brenzlig. „Der Schlüssel zum Erfolg könnte vor allem beim Start liegen. Nach dem ersten längeren Anstieg geht es relativ bald in die  «Heidi’s Hell Abfahrt». Wenn man nicht vom Start weg auf einem der vorderen Plätze ist, wird es dort wirklich zur Hölle, da es weiter hinten im Feld recht eng zugehen wird“, so Rhyner. «Heidi’s Hell» führt die Athleten auf einem sehr steilen, hochtechnischen Abschnitt vom höchsten Punkt der Strecke in eine technische Wurzelpassage und bildet zugleich den längsten Downhill-Abschnitt – vor allem im Nassen eine sehr rutschige Angelegenheit. Auf der 4,2 Kilometer langen Runde warten nicht nur 188 Höhenmeter pro Runde auf die Fahrerinnen und Fahrer sondern auch etliche Herausforderungen wie die «Lenzerheide Cliff», der «Ochsner Sport Dual Slalom» oder der «Mitas Muddy Climb» bevor die Athletinnen und Athleten über die «Cornèrcard Ramp» auf die von tausenden ekstatischen Fans umsäumte Zielgerade einfahren.



Was bisher Geschah – Die Ausgangslage im Downhill und Cross Country   

Die Weltcup-Saison bot einige Überraschungen in diesem Jahr, die auf hart umkämpfte Weltmeisterschaften hindeuten. Im Downhill der Männer ist das Rennen so offen wie selten zuvor. Der Weltcup-Gesamtsieger, Amaury Pierron (FRA), kam dieses Jahr aus dem Nichts. Pierron wird sicherlich gute Karten haben seinem Landsmann und amtierenden Weltmeister, Loïc Bruni, Paroli zu bieten. Die Liste an potentiellen Gold-Medaillenkandidaten ist aber bei den Herren sehr lang. Die wiedergenesenen Altmeister Aaron Gwin (USA) und Greg Minnaar (RSA) sowie weitere Topathleten wie Danny Hart (GBR), Laurie Greenland (GBR), Troy Brosnan (AUS), Loris Vergier (FRA) oder Luca Shaw (USA), um nur ein paar Namen zu nennen, sind in Lenzerheide nicht zu unterschätzen. Bei den Frauen wird es sicherlich ähnlich eng zugehen. Weltcup-Gesamtsiegerin wurde in diesem Rachel Atherton (GBR) vor Tahnée Seagrave (GBR). Der Downhill-Sport der Frauen hat sich zu einem extrem spannenden Wettbewerb entwickelt und bei jedem Rennen sind Rachel Atherton, Tahnée Seagrave, Myriam Nicole (FRA) und Tracey Hannah (AUS) in der Lage, ganz oben auf das Podest zu fahren. Lokalmatadorin und Schweizer Medaillen-Hoffnung Emilie Siegenthaler erholt sich noch von einer Ellenbogenluxation, ist aber fest entschlossen bei ihrer Heim-WM am Start zu sein. 

Im Cross-Country sind ähnlich spannende Rennen zu erwarten. Dabei wird das Heimpublikum sicherlich ganz besonders auf die beiden Elite-Rennen brennen. Mit den Weltcup-Gesamtsiegern Jolanda Neff und Nino Schurter werden gleich zwei Lokalhelden aus der Schweiz versuchen ihren Weltmeistertitel aus 2017 zu verteidigen. Ein Zuckerschlecken wird es jedoch nicht – selbst mit den heimischen Fans im Rücken. Nino Schurter sah sich in diesem Jahr einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Zudem machte ihm einige Male in diesem Jahr die Technik das Leben schwer. Auch wenn er sich den Weltcup-Gesamtsieg sichern konnte, dominierte er nicht so wie in den vergangenen Jahren. Mit Mathieu Van der Poel (NED),  Gerhard Kerschbaumer (ITA), Anton Cooper (NZL) und Henrique Avancini (BRA) erwarten Schurter starke Gegner, die ihn in dieser Saison alle gefordert haben. Sam Gaze (NZL), der im ersten Weltcup des Jahres Schurter auf die Plätze verweisen konnte, wird aufgrund eines gebrochenen Handgelenks in Lenzerheide nicht am Start sein. Auch bei den Frauen gibt es eine ganze Reihe an MedaillenKandidatinnen. Neben den klaren Gold-Favoritinnen Neff und Annika Langvad (DEN), die sich über die Saison hinweg einen sehr spannenden Wettkampf geliefert haben, zählen Maja Wloszczowska (POL), Emily Batty (CAN), Anne Tauber (NED), Pauline Ferrand-Prevot (FRA), Kate Courtney (USA) und GunnRita Dahle Flesjaa (NOR) alle zu den Athletinnen, die in jedem Fall um Edelmetall, wenn nicht sogar um Gold fahren können. 



Zahlreiche Side-Events und Partys 

Neben der ganzen Rennaction wird es auch dieses Jahr zahlreiche Side-Events, Partys und eine 7.500m2 große Expo-Area geben, wo sich etliche Aussteller und natürlich die National Teams des Downhill- und Cross-Country-Rennzirkus präsentieren werden. Zu den Highlights gehören die Steinböckli Laufrad WM, die Movie Night mit «Free Riding Iran – Die Gehrig Twins im Land der Mullahs» und «North of Nightfall», der #fullgasMTB Whip Off Contest, das «Flyer Uproc Dual Slalom» und etliche Livekonzerte.

5 Tage Mountainbike-Action, 11 Entscheidungen, 45 Medaillen 

Mittwoch, 5. September 2018 
16.15 Uhr Eröffnungsfeier 
17.30 Uhr Cross Country Team Relay 
18.45 Uhr Siegerehrung Cross Country Team Relay 

Donnerstag, 6. September 2018 
14.00 Uhr Damen Junioren Cross Country 
15.30 Uhr Siegerehrung Damen Junioren Cross Country 
16.30 Uhr Herren Junioren Cross Country 
18.00 Uhr Siegerehrung Herren Junioren Cross Country 

Freitag, 7. September 2018 
10.15 Uhr Qualifikation Damen und Herren Junioren Downhill  
11.30 Uhr Qualifikation Damen und Herren Elite Downhill 
14.30 Uhr Damen U23 Cross Country 1
5.45 Uhr Siegerehrung Damen U23 Cross Country  
16.30 Uhr Herren U23 Cross Country 
 
Samstag, 8. September 2018 
12.30 Uhr Damen Elite Cross Country 
14.00 Uhr Siegerehrung Damen Elite Cross Country  
15.30 Uhr Herren Elite Cross Country  
17.00 Uhr Siegerehrung Herren Elite Cross Country 

Sonntag, 9. September 2018 
09.30 Uhr Damen Junioren Downhill  
10.15 Uhr Herren Junioren Downhill 
11.15 Uhr Siegerehrung Damen und Herren Junioren Downhill 
13.00 Uhr Damen Elite Downhill 
14.30 Uhr Herren Elite Downhill 
16.45 Uhr Siegerehrung Damen und Herren Elite Downhill

EKZ Cup Uster: Bike-Spektakel am Stadtrand

Am Sonntag, 2. September, findet in Uster die zweitletzte Runde des EKZ Cup statt. Der veranstaltende Veloclub Volketswil erwartet wieder hunderte Kinder und Jugendliche auf der Strecke. Seriensieger Simon Zahner verspricht auf der anspruchsvollen Strecke ein spektakuläres Rennen. 



Rennen sind für viele Veloclubs ein Mittel um neue Mitglieder zu gewinnen und der Vereinskasse etwas Geld zuzuführen. Etwas anders war das beim Veloclub Volketswil, der am kommenden Sonntag zum zweiten Mal ein Rennen des EKZ Cup durchführt. «In den letzten Jahren sind viele Kinder und Jugendliche in unseren Verein eingetreten», erklärt Christian Knoll, Präsident des Vereins, wie auch des OK EKZ Cup Uster, «und hinter allen stehen Eltern, die man für einen Anlass gewinnen kann.» So einfach war die Suche nach Helfern zwar nicht, die Premiere im Sommer 2017 war trotzdem ein voller Erfolg. «400 Teilnehmer bei der ersten Durchführung – Grossteils Kinder und Jugendliche – das kann sich sehen lassen», findet Knoll. 



Zahners wilder Ritt im letzten Jahr 

Simon Zahner erinnert sich mit einem Lächeln auf den Stockzähnen an das Rennen, das er letztlich gewann: «Alle hatten ihre Bikes für ein trockenes Rennen bereift. Kurz vor dem Start ging an diesem schönen Sommertag ein heftiger Regen nieder. Niemand konnte noch umrüsten und so wurde es ein ziemlich wildes Rennen, bei dem alle irgendwie über den Kurs schlitterten.»



Eines der Highlights für die Zuschauer war die Tatsache, dass sie aus der Festwirtschaft, die sich in der Reithalle befand, das Rennen verfolgen konnten, ohne im Regen stehen zu müssen. Das wird auch dieses Jahr so sein. «Letztes Jahr sah man das Ziel von der Festwirtschaft aus nicht. Das haben wir geändert.» Heuer ist man in Uster am Festbank sitzend voll auf dem Laufenden, wenn die Biker von den Pfüderis auf den Laufrädern bis zu den Masters am Stadtrand von Uster ihre Runden drehen.



Ein moderner Bike-Parcours

Die Strecke in Uster hat es Simon Zahner besonders angetan und das hat seinen Grund: «Vom Charakter her ist es eine Radquer-Strecke, die auf Mountainbikes gefahren wird. Die Anstiege sind kurz und knackig, dazwischen gibt es technische Passagen. Der EKZ Cup in Uster ist die perfekte, intensive Vorbereitung auf die Quersaison, die ja zwei Wochen später beginnt.» Der Bike- und Querprofi erwartet ein aggressives Rennen: «Wenn es auf die Trails geht, wollen alle vorne sein, denn wenn man durch den Sturz eines anderen aufgehalten wird, sind die Fahrer ganz vorne weg.» 



Was Zahner noch nicht weiss: Die Volketswiler Organisatoren haben die Usterner Strecke noch spektakulärer gemacht, «In die Abfahrten im Wald haben wir zusätzliche Kurven eingebaut. So wird die Strecke technisch anspruchsvoller und zugleich weniger schnell», verrät Knoll. Der Bike-Nachwuchs, der über 80 Prozent des Teilnehmerfelds des EKZ Cup ausmacht, wie auch die älteren Biker erwartet also eine moderne Strecke, auf der Ausdauer ebenso wie Fahrtechnik gefragt ist. Und sie können sich auf lautstarken Jubel freuen, wenn sie die Ziellinie überqueren, denn die Zuschauer müssen ja nicht einmal die Festwirtschaft verlassen, um direkt am Geschehen zu sein. 



Fotos: Michael Suter 

Lucas Huppert wurde zum Red Bull Rookie des Jahres 2018 gekrönt

Der erst 18 jährige Rider aus der Schweiz, Lucas Huppert, wird gerade als aufstrebender Star in der Slopestyle Welt gefeiert. Er zeigte eine konstante Leistung dieses Jahr und schaffte es bei verschiedenen Events immer in den Top 10. Das Highlight war sein erster Sieg bei einem FMB Gold Event bei O'Marisquino, das eine Woche vor Red Bull Joyride stattfand. Nach dieser Saison sind nun die Großen bei der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship zum greifen nah. Wir hatten die Gelegenheit mit dem vielversprechenden Rider zu sprechen, als er mit seinem Rookie of the Year Award in der Tasche wieder in Zürich ankam!



Wie hat es dir in Whistler gefallen? Warst du zum ersten Mal dort?
Es war einfach großartig während Red Bull Joyride in Whistler zu sein! Ich hatte mit allen Athleten eine super gute Zeit und vor allem im Bikepark mit allen zu shredden war fantastisch, besonders während dem Air DH Train! Ich war zum zweiten Mal in Whistler, aber das erste Mal während Crankworx. 

Sich während Red Bull Joyride in Whistler aufzuhalten war bestimmt spannend. Was hat dir am meisten gefallen?
Bisher habe ich immer den Livestream zu Hause verfolgt. Diesmal selbest vor Ort meinen Homies beim Shredden zuzusehen, war einfach super cool! Das Highlight war für mich definitiv Erik Fedko's Run.



Was hat dich am meisten beeindruckt?
Der Kampf zwischen Nicholi Rogatkin und Brett Rheeder war einfach erstaunlich, vor allem wenn man selber so nah dran ist!

Erzähl uns mehr über deine Saison. Wie lief es für dich? Was waren deine Ziele für diese Saison?
Die Saison in 2018 war definitiv meine beste Saison bisher. Zu Beginn der Saison hätte ich nie geglaubt, dass ich es soweit schaffen würde. Ich bin etwas überrascht, aber super Stolle, dass ich in der Lage war auf so einem Level in diesem Jahr zu fahren. Ich war bei fast allen Events unter den Top 10. Mit dem Sieg in Vigo wurde ein Traum wahr. Mein Ziel für 2019 ist es aber, an den Wettbewerben der Crankworx FMBA Slopestyle World Championships teilzunehmen. 



Was ist dir als erstes durch den Kopf geschossen, als du gehört hast, das du den Red Bull Rookie of the Year Award gewonnen hast? Wir haben gehört, dass du zuerst deinen Chef fragen musstest, ob du nach Whistler fliegen kannst?
Mein erster Gedanke war: "Ich gehe nach Whistler!"  Aber ich musste trotzdem zuerst meinen Chef fragen, ob es in Ordnung ginge und er sagte: "Natürlich geht das klar!" Ich bin mega begeistert, dass er mich so unterstützt hat. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich an nur wenigen Contests im Jahr teilnehmen können.

Wie wichtig sind Initiativen wie der Red Bull Rookie of the Year Award für Rider und die Dirtjump/Slopesytle-Szene im Allgemeinen?
Es ist richtig cool, da es viele Türen für junge und unbekannte Rider öffnen kann und beispielsweise die Möglichkeit bietet neue Sponsoren ans Land zu ziehen. Und man hat die Gelegenheit einen Contest wie Red Bull Joyride mit zu erleben und zu sehen unter welchem Druck die Pro's bei so großen Events stehen. Das motiviert definitiv andere junge Rider für die kommende Saison.  



Mit deinen 18 Jahren, zählst du nicht nur zu den jüngsten Ridern der FMB World Tour, sondern wirst auch als aufstrebender Star in der Szene angesehen. Wann hast du mit Dirtjumps  angefangen?
Als ich 8 oder 9 Jahre alt war, habe ich mit 4Cross angefangen, aber wechselte dann zu Dirt und BMX als ich 10 war. 

Was war der Anreiz für diesen Sport?
Ich habe immer viele New World Disorder Filme und Crankworx Whistler Slopestyle Videos angeschaut. Die haben mich wohl für das Biken begeistert.



Wer hat dich am meisten inspiriert mit dem Biken anzufangen? Wer ist dein Mentor?
Seit meiner Kindheit schon, war ich immer ein großer Sam Pilgrim Fan! Aber mein Mentor, von dem ich die meisten meiner Tricks gelernt habe, ist definitiv Chris Raeber. Ich habe sehr viel von ihm gelernt und sollte ihm definitiv danken, dass er mich dahin brachte, wo ich heute bin. 

Hast du ein paar Ratschläge für junge Biker, die es so weit schaffen wollen wie du?
Verliere niemals den Spaß am Biken! Spaß zu haben, ist der Schlüssel zum Erfolg!



Nimmst du noch an weiteren Contests dieses Jahr teil? Hast du Pläne für die Offseason?
Ja, definitiv! Ich werde beim Zürich Trails Jumppark Contest in Oktober dabei sein und vielleicht auch bei FISE Chengdu in China. In der Offseason möchte ich gerne nach Barcelona vereisen!

Mit Blick auf die Saison 2019, auf welche Events freust du dich am meisten?
Ich möchte es auf jeden Fall zu den SWC Contests schaffen. Entweder indem ich eine FMB Wildcard dafür gewinne, oder mit ausreichenden Punkten. Es wird ein aufregendes Jahr!

Credit: Dope Hammer
Dominik Bosshard