Biker verlieren ihr Trainingsgelände

vor 6 Jahren von DominikBosshard
Biker verlieren ihr Trainingsgelände Das Waldgebiet Rosschopf in Seuzach ist für Biker ideal, könnte aber zum Sicherheitsrisiko werden. Dar­um muss der Bikeparcours weg – vielleicht sogar bald. Für die Rahmespränger ist der Bau eines Bike-Trails in Dättlikon keine Option mehr.

Die Hindernisse auf dem Bikeparcours im Gebiet Rosschopf müssen verschwinden. Die Förster planen einen grösseren Holzschlag. Die Bäume könnten Biker und Autofahrer gefährden. Bild: Heinz Diener

Idyllisch ist es nicht, das dreieckige Waldstück, das im Gebiet Rosschopf zwischen Autobahn, Kantons- und Gemeindestrasse eingeklemmt ist. Und doch hat es den Winterthurer Bikern des Vereins Rahmespränger gut zehn Jahre lang als Übungsgelände gedient. Damit ist bald Schluss. Die Gemeinde Seuzach, Besitzerin des Gebiets, hat die Nutzungsver­einbarung mit dem Verein ge­kündigt. Die Biker müssen ihre teilweise drei Meter hohen Hindernisse, Rampen und Schanzen zurückbauen. Der Grund ist nicht etwa ein Streit, wie beide Seiten betonen. Diesen hätte es durchaus geben können: Der Verein hat die Anlage im Laufe der Jahre erweitert – ohne eine weitere Baubewilligung einzuholen. Grund ist ein grösserer Holzschlag, der in ein bis drei Jahren sowieso hätte gemacht werden müssen, wie Kreisforstmeister Hanspeter Reifler sagt. Die Bäume könnten auf die nahe liegenden Strassen oder auf die Anlage fallen und jemanden verletzen. «Sie sind zum Sicherheitsrisiko geworden», sagt Reifler.

«Spielraum ausgenutzt» 
Vereinspräsident Valentin Isler räumt ein, dass die Biker einzelne Hindernisse ausgebaut hätten, als sie diese erneuerten. «Wir hatten mit der Baubewilligung von 2005 einen gewissen Spielraum und haben ihn ausgenutzt.» Mit der Gemeinde und dem Kreisforstmeister hätten Aussprachen statt­gefunden und man habe sich geeinigt. «Das Einvernehmen ist gut», sagt Isler. 2018 sollen die Forstmaschinen auffahren. «Es könnte aber plötzlich auch schneller gehen», sagt Reifler. Denn nach dem heissen Sommer und dem milden Winter befürchtet er, dass sich der Borkenkäfer rasch ausbreiten könnte. Denn: «Ein Teil des Baumbestandes ist geschwächt.» So habe etwa die dortige Feuerstelle einige der Bäume beschädigt. Solange diese aber noch nicht gefällt werden müssten, können die Biker den Parcours weiterhin auf eigenes Risiko benützen.

Bedauern, aber auch Chance 
Isler bedauert zwar, dass diese «ideale Trainingsmöglichkeit» verloren geht. Schliesslich haben die Vereinsmitglieder mit dem Aufbau und Unterhalt in ihrer Freizeit Tausende von Stunden investiert. «Es ist aber auch eine Chance für etwas Neues.» Die Rahmespränger schauen sich nun nach einem neuen Trainingsgelände um und wollen deswegen auch Kontakt mit dem Sportamt der Stadt Winterthur aufnehmen. «Ideal wäre ein Areal, das wir einzäunen könnten», sagt Isler. Denn das Biken berge immer auch eine gewisse Unfallgefahr. Etwas Neues zu finden, werde die aufwendigere Aufgabe sein als das Bauen der Hindernisse. Im Moment steht ihnen zum Üben noch der Rundkurs beim Reitplatz in Töss zur Verfügung. Dieser gehört der Stadt und ist ­öffentlich. «Den nutzen wir auch regelmässig», sagt Isler. Der Parcours am Irchel oberhalb von Dättlikon hingegen existiert seit 2011 nicht mehr 

Text: Der Landbote Nadja Ehrbar
Link zur Webseite: 
http://www.landbote.ch/region/winterthur/biker-verlieren-ihr-trainingsgelaende/story/18100324 Kommentare

DominikBosshard

vor 6 Jahren 2/19/2016

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